Trotz Skandal - Österreich-GP 2002 bekam Bestwerte
- Trotz Ferrari-Mogelei waren Fans extrem zufrieden
- Neue Rekorde bei Umsatz und Steuern
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Rekord-Zuschauerzahlen, -Umsätze- und Bestnoten. Der "Skandal-GP" von Österreich am Muttertag 2002 hat trotz der Ferrari-Mogelei für eine neue Messlatte der Formel-1-WM in Österreich gesorgt. 175.000 Zuschauer, 35 Mio. Euro Umsatz, 17 Mio. Euro Steuern und absolute Zufriedenheit bei über 90 Prozent der Zuschauer halten Geschäftsführer Hans Geist nicht davon ab zu sagen: "Wir werden alles tun, damit der Grand Prix 2003 noch besser wird."
Der A1-Ring-GP von Österreich am 18. Mai des kommenden Jahres ist ein Besonderer. Er ist kein Muttertags-GP mehr, dafür aber der 25. auf einer permanenten Rennstrecke und damit ein Jubiläums-GP. Die Veranstaltung wird demnach unter diesem Motto stehen. "Besonders wegen der hervorragenden ORF-Berichterstattung im Fernsehen werden wir versuchen, für eine noch bessere Live-Atmosphäre zu sorgen", versprach Geist am Dienstag bei einem Pressegespräch auf dem Ring.
Um jetzt schon Fans für die Formel 1 zu binden, erfolgt der Kartenvorverkauf dreistufig. Bis Ende September sind die Tickets um 15 Prozent ermäßigt, bis Dezember um zehn Prozent, bis 15. März um fünf Prozent. Damit die erhofften Mehr-Zuschauer wissen wofür sie ihr Geld ausgeben, wird der Komfort für die Fans noch mehr erhöht. Das Entertainment- und Gastronomie-Angebot wird ebenso verbessert wie die Sanitär-Einrichtungen, die Parkplätze sind wieder gratis.
Geist war vom positiven Ergebnis der Studien nach dem GP 2002 angenehm überrascht. 1,9 Tage Aufenthaltsdauer in der Region und 2,3 Tage in Österreich ergaben laut OGM-Studie einen Bestwert von 224.000 Besucher-Tagen in der Region und 262.000 in Österreich. Der Besucheranteil aus dem Ausland wurde auf 47 Prozent gesteigert, 90 Prozent der Gäste kommen aus Deutschland.
Die Zufriedenheits-Studie durch das Institut X-Sample ergab, dass über 90 Prozent der Besucher mit dem GP sehr zufrieden waren und ihn weiterempfehlen werden. Über 60 Prozent wollen 2003 wiederkommen. Auch die Stimmung und die gehobene Gastronomie bekamen Bestnoten.
Dass die Erhebungen zum Thema Zufriedenheit vor der skandalösen Finalrunde, als zum Ärger der Fans Rubens Barrichello und Michael Zuschauer Platz tauschten, beendet waren, stört da nicht. Geist: "Die Reaktionen waren zwar nicht sehr gut, der Skandal hat aber auch viel Gutes gebracht. Die Teams wurden erheblich bestraft, man hat danach punkto Stallregie umgedacht. Und ein so genanntes Skandalrennen hat ja auch einen gewissen Werbeeffekt. Irgendwie sind viele froh, gerade bei so etwas dabei gewesen zu sein." Einen unfreundlichen Empfang im nächsten Jahr für Schumacher fürchtet Geist nicht. "Jeder weiß, dass er ein würdiger Weltmeister ist und diese Unterstützung nicht nötig gehabt hätte."
Auch an der Rennstrecke gibt es Neuerungen. An vier Stellen wird das Kiesbeet aus Sicherheitsgründen komplett durch Asphalt ersetzt, es gibt neue Curbs, um die Fahrzeuge auf der Strecke zu halten. Getestet werden diese bereits beim DTM-Lauf im September. Die Überdachung der Castrol-Tribüne wird allerdings erst 2004 erfolgen.
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