Dienstag, 13. August 2002

Gugl-Gagen für Mutola & Ceplak sollen gekürzt werden

  • PLUS: Die bisherigen Siege der Österreicher auf der Gugl!

Die Veranstalter des Leichtathletik-Meetings auf der Linzer Gugl haben sich gegen die großteils kritischen Medienberichte nach ihrer Veranstaltung gewehrt. Auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz wiesen sie am Freitag einerseits auf zahlreiche gute Vorstellungen (u.a. Frankie Fredericks, Colin Jackson, Tim Lobinger sowie Lokalmatador Martin Pröll) hin und kritisierten anderseits selbst das Auftreten von Maria Mutola und Jolanda Ceplak in dem von Ceplaks Manager Robert Wagner vorgeschlagenen Weltrekordversuch über 1.000 m.

Der für die Athletenverpflichtung zuständige Harald Edletzberger erklärte, dass sich die Veranstalter eine Kürzung der Antrittsgelder der beiden Topstars vorbehalten. Ihnen wird Unprofessionalität vorgeworfen, weil sie trotz exakter Absprachen die Pace der Tempomacherin nie mitgelaufen waren und den Rekord um rund zehn Sekunden verfehlt hatten. Wagner reagierte verärgert - ein Weltrekord sei kein Vertragspunkt gewesen - und will in Absprache mit seinem Kollegen Jeff Fund (Manager von Mutola) nötigenfalls sogar den Weltverband einschalten.

Hirsch-Kommentar
Gugl-Meeting-Direktor Percy Hirsch erklärte am Freitagabend, dass der Weltrekordversuch sehr wohl Vertragspunkt war: "Es war Vertragspunkt, dass ein ernsthafter Weltrekordversuch gemacht werden muss. Die Parameter dafür wurden geschaffen, wir haben die Prämie verhandelt und die Pace geklärt."

Spende für Opfer der Flutkatastrophe
Für die Opfer der Flutkatastrophe in Oberösterreich haben die Organisatoren 3.000 Euro gespendet.

Hallen-Meeting 2003 unsicher
Äußerst unsicher ist die Durchführung des für Anfang März 2003 in der neuen Linzer Sporthalle geplanten Hallen-Meetings. Der Tartanbelag wird erst im Jänner/Februar verlegt - wohl zu spät für eine Meeting-Premiere.

13.8.2002 16:30