US-Richter aus Kostengründen gegen Todesstrafe
- Geld kann über Leben und Tod entscheiden

In einem in den USA bisher einmaligen Schritt hat es ein Richter der Staatsanwaltschaft aus Kostengründen untersagt, im Prozess gegen einen mutmaßlichen Mörder die Todesstrafe anzustreben. Die Verfügung des Richters zeigt, von welchen Faktoren die Entscheidung über Tod und Leben abhängen kann.
Laut New York Times findet der Prozess gegen den 25-Jährigen Gregory McKnight wegen Mordes an einer 20-Jährigen in einem ärmlichen Bezirk in Ohio statt. Richter Jeffrey L. Simmons argumentierte, dass ein Verfahren mit möglicher Todesstrafe als Ergebnis einen viel größeren Kostenaufwand erfordere als in anderen Fällen. Das gelte besonders für die Verteidigung.
Der Grund: In Todesstrafen-Prozessen stehen Angeklagten zwei Pflichtverteidiger zu, in normalen Mordprozessen nur einer. Knights Anwälte haben die Kosten für den Fall, dass es um das Leben ihres Mandanten geht, mit bis zu 350 000 Dollar (357.000 Euro) beziffert. Staat und Bezirk müssen sich die Ausgaben teilen.
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