Russland wirft Georgien Unterstützung der Rebellen vor
- Laut Bericht: Hilfe für Tschetschenen bei Einreise
Russland hat Georgien im Zuge eines länger dauernden Grenzstreites auch vorgeworfen, direkt tschetschenische Rebellen zu unterstützen. Ein festgenommener Kämpfer habe ausgesagt, mit georgischer Hilfe über die georgische Grenze nach Russland gelangt zu sein. Die Spannungen zwischen den Nachbarn werden immer schärfer.
Der am Dienstag festgenommene tschetschenische Kämpfer Ali Durijew sagte laut Podoprigora aus, mit Unterstützung eines Georgiers in Militäruniform nach Tschetschenien eingereist zu sein, meldete die Nachrichtenagentur ITAR-Tass. Der Mann habe möglicherweise Verbindungen zur Regierung in Tiflis gehabt. Durijew sei nach eigenen Angaben zwei Jahre lang in einem Rebellenlager im georgischen Pankisi-Tal ausgebildet worden, sagte Podoprigora.
Ein georgischer Militärsprecher erklärte, ihm sei der Vorfall nicht bekannt; es käme aber laufend zu Grenzverletzungen zwischen Georgien und Russland. Die Regierung in Moskau hat Georgien bereits mehrfach vorgeworfen, den Rebellen aus der abtrünnigen Kaukasusrepublik Zuflucht zu gewähren. Die Kämpfer halten sich demnach im Pankisi-Tal verschanzt und planten von dort aus ihre Übergriffe auf Ziele im benachbarten Tschetschenien. Georgien, das vom einstigen sowjetischen Außenminister und Freund Mikhail Gorbatschows, Eduard Schewardnadse, regiert wird, weist die Vorwürfe zurück.
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