Simbabwe: Weißer Farmer schwer misshandelt
- Verband: Insgesamt mehr als 70 Farmer inhaftiert
Simbabwe nimmt die Gewalt gegen weiße Farmer wieder zu. Wie eine Sprecherin des Interessenverbands "Gerechtigkeit für die Landwirtschaft" (JAG) berichtete, überfielen Polizisten und Anhänger der Regierung Samstag früh in der Hauptstadt Harare einen weißen Farmer, der sein Gut bereits verlassen hatte.
Bei dem Versuch, ihm Handschellen anzulegen, hätten sie den Mann wahrscheinlich ein Bein gebrochen und ihm Kopfverletzungen zugefügt. Er werde zur Zeit auf einer Polizeiwache außerhalb von Harare festgehalten.
Die Angaben über die Zahl der festgenommenen weißen Bauern, die sich der Enteignung ihres Landes widersetzten, gingen auch am Samstag weit auseinander. Die staatliche Zeitung "Herald" berichtete von 19 Festnahmen. Nach Schätzungen der JAG wurden bisher mehr als 70 Farmer festgenommen, von denen 18 inzwischen wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen wurden.
Rund zwei Drittel der geschätzten 2.900 weißen Landwirte widersetzten sich bisher den wiederholten Aufforderungen von Präsident Robert Mugabe, ihre Ländereien zu räumen. Ein Ultimatum der Regierung war vergangene Woche abgelaufen. Mugabes Landreform und ihre Umsetzung werden international scharf kritisiert.
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