Samstag, 17. August 2002

Töpfer fordert weitere Anhebung der Ökosteuer

  • UNEP-Chef: Klimaschutz-Maßnahmen beschließen

Der Chef des UN-Umweltprogramms (UNEP), Klaus Töpfer (CDU), fordert nach der Flutkatastrophe an der Elbe eine weitere Verteuerung fossiler Energien durch die Ökosteuer. In einem Beitrag für die "Saarbrücker Zeitung" betonte Töpfer, die Jahrhundertflut an der Elbe sei auf den Klimawandel durch die Verbrennung fossiler Energien zurückzuführen.

Die Belastung der Erdatmosphäre mit Kohlendioxid nehme sogar "ständig weiter zu - pro Jahr um zwei Prozent weltweit". Daher sei es notwendig, "eine nach wie vor sehr sinnvolle Ökosteuer" gezielt einzusetzen. Moderne Technologien würden auf diese Preissignale antworten, "wenn klar und deutlich die Verteuerung fossiler Energie auch für die Zukunft entschieden wird", schrieb der ehemalige deutsche Umweltminister.

Vor allem durch die massenhafte Verbrennung von Kohle, Mineralöl und Gas habe der Mensch "diesen Globus aufgeheizt", schrieb Töpfer. "Je später wir engagiert handeln, umso höher wird die Zeche, die wir selbst über Wetterkatastrophen, veränderte Bedingungen für die Landwirtschaft, Rückwirkungen auf Tiere und Pflanzen und noch mehr zu zahlen haben." Deswegen müssten in rund zwei Wochen beim Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung in Johannesburg konkrete Maßnahmen beschlossen werden.

17.8.2002 08:50