NASA vermisst Satellit "Kometenjäger"
- Kontakt nach Steuermanöver verloren
Die NASA vermisst seit Freitag eine kostspielige Forschungssonde im All, die Kometen aus der Nähe beobachten sollte. Die Sonde Comet Nucleus Tour (CONTOUR) verschwand nach einem Steuerungsmanöver von der Bildfläche.
Die Wissenschafter hoffen, dass sie den 159 Millionen Dollar (162 Mill. Euro) teuren, durch Solarenergie angetriebenen "Kometenjäger" doch auf dem geplanten Kurs aufspüren können. "Wir gehen davon aus, das der Motor gezündet hat", sagte Robert Farquhar vom Institut für Angewandte Physik der Johns-Hopkins-Universität (APL), das die Sonde gebaut hat und betreut.
Der Bord-Computer ist so programmiert, dass die Sonde sich nach 24 Stunden um 40 Prozent drehen wird und sich damit möglicherweise die Verbindung seiner Antenne zur Erde verbessert. CONTOUR soll den Kometen "Encke" im November 2003 und den Kometen "Schwassmann-Wachmann 3" im Juni 2008 aus der Nähe beobachten.
CONTOUR ist nicht die erste von APL gebaute Sonde, die als vermisst gemeldet wurde. Am 20. Dezember 1998 verschwand die Sonde NEAR (Near Earth Asteroid Rendezvous) nach der Zündung des Steuerungsmotors für zwei Tage. Sie verpasste dadurch ihre erste Gelegenheit, den Asteroiden Eros zu umkreisen, konnte das Rendezvous aber im Februar 2000 nachholen und landete schließlich am 12. Februar 2001 auf dem Asteroiden.
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