Großbrände zerstören Naturschutzgebiete in Brasilien
- 20 bis 30 Prozent von insgesamt 73.000 Hektar vernichtet
In Europa wüten die Fluten - in Südamerika brennt es. Mehrere anhaltende Großbrände haben in Brasilien in den vergangenen Tagen bereits weite Teile von Naturschutzgebieten mit seltener Tier- und Pflanzenwelt zerstört.
Wie Medien am Freitag unter Berufung auf die Umweltbehörde Ibama berichteten, ist die Lage vor allem im Nationalpark "Varzeas do Ivinhema" im Urwaldland Mato Grosso do Sul besonders schlimm. "Wir schätzen, dass das Feuer schon 20 bis 30 Prozent unserer 73.000 Hektar vernichtet hat", meinte Park-Chef Laurindo Petelinkar.
In Ivinhema führt die Behörde zahlreiche Programme zum Schutz von Tieren durch, die vom Aussterben bedroht sind. Am Freitag bekämpften dort rund 70 Feuerwehrmänner und Ibama-Techniker sowie viele Freiwillige die verschiedenen Brandherde. Brände gibt es den Angaben zufolge außerdem in den Naturschutzgebieten Guaranta do Norte (Land Mato Grosso), Araguaia (Tocantins) und Ilha Grande (Parana). Die Experten führen die Brände in erster Linie auf die seit Wochen anhaltende Dürre in verschiedenen Regionen Brasiliens sowie auf illegale und unkontrollierte Brandrodungen zurück.
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