Dauerregen ist zu Ende: Regensburg fürchtet Flutwelle
- Donau steigt noch immer -Lage immer schlimmer
- Bayern: Katastrophenalarm in sieben Landkreisen
Die Hochwasserlage in Regensburg wurde immer dramatischer. Der Donaupegel stieg am Mittwochmorgen weiter und lag gegen 8.00 Uhr mit 6,45 Meter fast vier Meter über der normalen Höhe. "Das Wasser stieg viel schneller als erwartet", sagte Josef Prantl von der Hochwasser-Einsatzleitung. Er rechnet für den Nachmittag mit einem Pegel von 6,70 Meter.
Damit stiege die Donau sogar höher als beim bisher höchsten Stand im Jahr 1988. Damals wurden 6,59 Meter Wasserstand gemessen. Beim Pfingsthochwasser 1999 war Regensburg dagegen glimpflich davongekommen. Rund 600 Helfer waren am Mittwochmorgen im Einsatz, jedoch konnten auch sie nicht verhindern, dass die Donauinseln, Teile der historischen Altstadt und einige andere Stadtviertel unter Wasser standen.
Die Helfer befürchteten das Brechen eines Sandsack-Walls im Stadtteil Stadtamhof und neue Überflutungen. "Wenn der Pegel weiter steigt, wird der Damm nicht halten", befürchtete eine Sprecherin der Stadt. Die Lage ist deshalb so kritisch, weil weitere Flutwellen vom Fluss Regen drohen. Der Regen fließt in Regensburg in die Donau.
Auch im Landkreis Regensburg war die Lage kritisch. Große Teile von Regenstauf standen unter Wasser, der Ortsteil Hirschling war sogar komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Eine Sprecherin des Landratsamts Regensburg sagte resigniert: "So etwas habe ich noch nie erlebt. Das ist eine einzige Katastrophe. Es ist überall Land unter."
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