Einigung im Ärztestreit am LKH Klagenfurt erzielt
- 10 % der Überstunden als Zeitausgleich zu konsumieren
- Wenn nicht möglich, gibt es finanzielle Abgeltung

Über die Abgeltung der Überstunden für Ärzte des LKH Klagenfurt wurde Montag am Nachmittag Einigung erzielt. Grundsätzlich sollen zehn Prozent der Überstunden durch Zeitausgleich abgegolten werden. Sollte dies aus personellen Gründen nicht möglich sein, erfolgt innerhalb der gesetzlichen Frist eine finanzielle Abgeltung.
Darauf haben sich Krankenanstalten Betriebsgesellschaft (Kabeg), LKH-Direktorium, Betriebsrat und Ärztevertreter bei einem Treffen unter dem Vorsitz von Gesundheitsreferent LHStv. Peter Ambrozy (SPÖ) geeinigt. Dies "wurde von allen Seiten als zufrieden stellend eingeschätzt, weshalb die Diskussion um die Überstunden jetzt beendet ist", sagte Ambrozy im Anschluss an das Gespräch. Es solle versucht werden, durch organisatorische Maßnahmen die Abläufe an den einzelnen Abteilungen zu verbessern und die Kerndienstzeiten zu ändern, damit es möglich sein wird, auch Zeitausgleich zu konsumieren.
Am Ende des Jahres werde Bilanz gezogen, sagte der Gesundheitsreferent. Da werde es sich zeigen, ob es notwendig ist, das Personalbudget des LKH Klagenfurt nachzudotieren. Kritik übte Ambrozy an der Vorgangsweise von Landeshauptmann Jörg Haider (FPÖ). Dieser habe mit der Veröffentlichung von Ärzteeinkommen "Neidgefühle geschürt" und weiters Drohungen gegenüber Ärzten ausgestoßen. "Diesen Weg lehne ich ab", sagte er.
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