Dienstag, 13. August 2002

Präsident ruft zu "Solidarität in schweren Stunden" auf

  • Schäden der Katastrophe sind ohne Beispiel

Der Bundespräsident hat angesichts des "dramatischen Ausmaßes der Hochwasserkatastrophe" zu "Solidarität in schweren Stunden" aufgerufen. Thomas Klestil ist "tief betroffen" über die Katastrophe, "bei der leider auch bereits Menschenleben zu beklagen sind".

Was die materiellen Schäden betrifft, hätten diese "bereits jetzt ein Ausmaß erreicht, das in der jüngeren Geschichte unseres Landes ohne Beispiel ist". Er hoffe, dass "die in Aussicht genommenen finanziellen Hilfestellungen des Bundes und der Bundesländer den Betroffenen rasch und unbürokratisch zur Verfügung gestellt werden".

Klestil appellierte an die Arbeitgeber, ihren bei Rettungs- und Hilfsorganisationen im Einsatz stehenden Mitarbeitern die nötigen Sonderurlaube zu gewähren. Gemeinsam mit der öffentlichen Hand sollten auch Möglichkeiten gefunden werden, allen Arbeitnehmern den durch Hilfseinsätze entgangenen Lohn auszuzahlen, unterstrich der Bundespräsident in einer Aussendung.

Klestil würdigte die Hilfe von Mitbürgern, Soldaten, Feuerwehren, Exekutivbeamten, Angehörigen von Rettungsorganisationen, anderer Zivilschutzeinrichtungen, die seit vielen Tagen unermüdlich im Einsatz stehen. "In schweren Stunden beweisen die Österreicher einmal mehr, dass Hilfsbereitschaft und Solidarität in unserem Land einen hohen Stellenwert haben".

13.8.2002 11:46