Kampf gegen Umweltkriminalität
- Neue Meldestelle in Wien eingerichtet
Der weltweit steigenden Umweltkriminalität soll mit der Einrichtung einer Meldestelle Umweltkriminalität der Kampf angesagt werdeb. "Ich hoffe, dass wir durch die Wahrnehmungen der Bevölkerung noch besser als bisher gegen illegale Abfalltransporte, verbotene Müllablagerungen, die fahrlässige Verunreinigung von Seen und andere Umweltdelikte vorgehen können", begrüßte Umwelt- und Landwirtschaftsminister Wilhelm Molterer die neue Einrichtung im Bundeskriminalamt.
Zur wirksameren Bekämpfung der Umweltstraftaten ist im neuen Bundeskriminalamt ein Fachreferat zur Bekämpfung der Umweltkriminalität eingerichtet worden. Bei Polizei und Gendarmerie versehen speziell ausgebildete Umweltsachbearbeiter Dienst. Zusätzlich gibt es auf den Polizei- und Gendarmeriedienststellen in ganz Österreich etwa 600 so genannte "Umweltkundige Organe" (UKO), die bei Verdachtsfällen vor Ort die ersten Ermittlungen einleiten.
Die Spezialisten des Innenministeriums haben umfangreiche Befugnisse und arbeiten mit den Beamten des Umweltministeriums und des Umweltbundesamtes etwa im Bereich der Abfallkontrolle oder bei der Durchsetzung des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) zusammen.
Im Jahr 2001 ermittelte die Sicherheitsexekutive bei 182 Umweltschutzdelikten; 133 dieser Straftaten konnten geklärt werden. Das entspricht einer Aufklärungsquote von 73 Prozent. Beim überwiegenden Teil (108 Fälle) der Umweltschutzdelikte handelte es sich um Verstöße gegen § 181 StGB ("Fahrlässige Beeinträchtigung der Umwelt").
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