Österreichs Weine in Deutschland immer gefragter
- Das Potential ist noch nicht ausgeschöpft
Jahrelang hat unsere Weinwirtschaft an der Qualität und am Image gearbeitet. Mehr und mehr Konsumenten honorieren das,“ zeigt sich Weinmarketing-Chef Michael Thurner erfreut über die steigende Nachfrage im deutschen Lebensmitteleinzelhandels-Geschäft.
Im ersten Halbjahr 2002 hat sich der Absatz österreichischer Weine (verglichen mit dem 1. Halbjahr 2001) im Nachbarland um 18,4% gesteigert. „Dies ist umso erfreulicher, als während des vergangenen Halbjahres die Gesamtentwicklung Wein im deutschen Lebensmitteleinzelhandel um 5% rückläufig war," kommentiert Weinmarketing Chef Michael Thurner.
Die Verlierer sind Ungarn (-34%), Portugal (-26,1%), und das von Krisen geschüttelte Argentinien (-25,9%). Aber auch Südafrika (-18,3%), Rumänien (-16,0%), Bulgarien (-9,7%) Kalifornien (-9,3%) müssen Umsatzrückgänge hinnehmen.
Der große Gewinner am deutschen Markt sind die österreichischen Weine. Sie konnten mit 18,2 % den deutlich größten Zuwachs verzeichnen, gefolgt von Chile (13,4 %) und Australien (2,2 %). Die heimischen Rebensäfte werden in Deutschland immer beliebter.
Seit Jahren berichten österreichische Winzer über steigendene Nachfrage. Thurner sieht aber noch mehr Potential. „Vor allem im Lebensmitteleinzelhandel gilt es in Zukunft an der Wertschöpfung zu arbeiten. Die gute Präsenz im Fachhandel und in der Gastronomie, sowie der Weintourismus sind eine wichtige Stütze dabei.“
