Samstag, 10. August 2002

Kein Geld mehr für CargoLifter

  • Deutsche Regierung lehnt Finanzspritze ab

Der insolvente deutsche Luftschiffbauer CargoLifter steht endgültig vor dem Aus. Das Wirtschaftsministerium teilte am Samstag mit, es werde keine öffentlichen Gelder für das brandenburgische Unternehmen geben. Der Bitte des Insolvenzverwalters für eine Hilfe von 40 Mill. Euro aus Landes- oder Bundesmitteln könne vom Bund nicht entsprochen werden.

CargoLifter hatte den Bund gebeten, für Mittel des Landes in dieser Höhe zu bürgen. Das Unternehmen hatte zuvor von einer überlebenswichtigen Entscheidung gesprochen. Ohne grünes Licht des Bundes für öffentliche Hilfen könne das Fortführungskonzept nicht umgesetzt werden. Betriebsratschef Matthias Flörsch sprach von einer "Entscheidung über Leben oder Tod".

Für ein Engagement der öffentlichen Hand wären ein finanzieller Eigenbeitrag eines privaten Investors sowie ein Unternehmenskonzept, in dem die Machbarkeit dargestellt werde, notwendig, hieß es in der Stellungnahme des Bundes. Dem Insolvenzverwalter sei es bisher nicht gelungen, einen privaten Investor zu finden.

Am 1. August war das Insolvenzverfahren für die CargoLifter AG und sechs Töchter eröffnet worden. Nach Angaben des Betriebsrats arbeiten noch 260 der ursprünglich fast 500 Beschäftigten bei CargoLifter. Das Fortführungskonzept sah zunächst den Bau einer kleineren Test-Version des Luftschiffes CL 160 und die Konzentration auf den Transport-Ballon CL 75 vor.

10.8.2002 15:40