Vorzugsaktien der Ceska liegen bei Gemeinden
- Wer nicht an die Erste verkauft, bleibt auf Aktien sitzen
- Ceska sporitelna verschwindet heute von der Börse
Die Erste Bank übernimmt von der AVS vorerst nur die CS-Stammaktien. Grund: Der Transfer der bisher von tschechischen Städten und Gemeinden gehaltenen CS-Vorzugsaktien ist von einer - durch die Hauptversammlung am 22. Oktober 2001 bereits angenommenen - Änderung der Statuten abhängig, die bisher durch das zuständige Gericht noch nicht im Handelsregister eingetragen worden ist.
Die Gemeindeaktien - auch jene 70 Prozent, die im Rahmen eines Übernahmeangebotes bereits im Jahr 2001 von einzelnen Gemeinden gekauft worden sind - können erst übernommen werden, wenn diese Eintragung erfolgt sein wird, teilte die Erste Bank am Dienstag weiter mit.
Bei dem verlängerten Übernahmeoffert waren den Kleinaktionären 372,5 Kronen pro Anteil angeboten worden. Jene CS-Aktionäre, die das Angebot nicht angenommen haben, verbleiben weiter im Aktionärskreis der Ceska sporitelna. Eine Abspaltung ("squeeze out") ist nach tschechischem Recht nicht möglich.
Ceska nicht mehr an der Börse
Mit Wirkung von heute verschwindet die Ceska von der Prager Börse. Die Erste Bank selbst will bald parallel zur Wiener Börse auch in Prag notieren: Dies solle in den nächsten Monaten, jedenfalls noch heuer, erfolgen. Die nun verbliebenen CS-Kleinaktionäre haben nach einem Delisting der CS keine Möglichkeit mehr, ihre Aktien am Markt zu verkaufen.

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