Dienstag, 6. August 2002

IWF korrigiert US-Wachstums-Prognose nach unten

  • Trotzdem bleiben USA auf Wachstumskurs

Angesichts der Einbrüche an den Aktienmärkten und der jüngsten schwachen Wirtschaftsdaten will der Internationale Währungsfonds (IWF) die Wachstumsprognose für die USA nach unten korrigieren: "Die Negativrisiken im Hinblick auf Verbraucherausgaben und Unternehmensinvestitionen sind gewachsen. Es ist deshalb wahrscheinlich, dass die Wachstumsprognose im bevorstehenden Weltwirtschaftsbericht nach unten korrigiert wird"

Im April war der IWF von einem Wachstum von 2,3 Prozent in diesem und 3,4 Prozent im nächsten Jahr ausgegangen. Der nächste Weltwirtschaftsbericht wird Ende September veröffentlicht.

Der IWF-Exekutivausschuss, in dem alle Mitgliedsländer vertreten sind, geht jedoch davon aus, dass die US-Wirtschaft auf Wachstumskurs bleibt. Allerdings könnten die jüngsten Finanzskandale das Verbrauchervertrauen und die Unternehmerzuversicht erschüttern, hielten die Exekutivdirektoren fest. Sie äußerten Sorge über das hohe Leistungsbilanzdefizit und das wachsende Defizit im Staatshaushalt. Sie forderten die Regierung zur Haushaltsdisziplin und der Stärkung der Unternehmensaufsicht auf und verlangten aktive Schritte zur Verringerung des Leistungsbilanzdefizits.

6.8.2002 08:15