Wiener Derby endet 1:1, Sturm erbt Tabellenspitze
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Austria betrauert 1:1, Rapid erfreut
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Die Austria war besser, Rapid glücklicher und Sturm jubelt - so kann man die ersten Matches der 5. Runde der Fußball-Bundesliga zusammenfassen. Das 1:1 - schon das vierte in Serie - im großen Wiener Derby half keinem der beiden Teams, Sturm jedoch schon, die Grazer (3:0 gegen Admira) übernahmen die Tabellenspitze (siehe Kasten rechts). Weiters gewann der FC Kärnten gegen Ried 3:0.
Eine glänzende Austria vor der Pause, die auch nach der Pause das Match fast immer dominierte, zumindest aber kontrollierte, und dennoch schafften die Violetten im 230. Meisterschaftsderby mit Rapid nur ein 1:1.
Dass die Gastgeber am Mittwochabend ihre vor der Pause eklatante Überlegenheit nur in einem einzigen Treffer umzusetzen vermochten, sollte sich im Finish bitter rächen. Die Violetten dominierten das Prestigeduell gegen Grün-Weiß, in dem es seit längerer Zeit erstmals auch wieder um die Tabellenführung in der Bundesliga ging, vom Anpfiff weg und spielten gerade im (ausverkauften) Horr-Stadion den Heimvorteil souverän aus. Die Austria-Fans unter den 11.500 durften nicht nur die vielen gelungenen Angriffe ihre Lieblinge, sondern in der 19. Minute auch das 1:0 durch Roland Linz bejubeln. Der Jung-Teamstürmer, schneller als Knez und Maier, zirkelte den Ball nach einem Freistoß von Janocko per Kopf ins Netz.
Vor der Pause spielte eigentlich nur die Austria, die in dieser Partie technisch, spielerisch, läuferisch und eigentlich auch kämpferisch überlegen war. Nach einigen kleineren Möglichkeiten und dem Treffer von Linz gab es noch gute Chancen für Helstad (13.), Linz (27.) Janocko (32./44.) und Elferalarm, als Flögel im Strafraum am Fuß von Knez "hängen blieb" (40.), das Pfeiferl von Schiedsrichter Plautz aber stumm blieb.
Austria fällt in Hälfte zwei zurück
Nach Seitenwechsel musste die Austria ihrem enormen Tempo vor der Pause Tribut zollen, war aber mit Ausnahme weniger Minuten weiterhin die bessere Mannschaft. Riesenpech hatte Linz mit einem Lattenschuss in der 60. Minute, das erlösende zweite Tor wollte aber einfach nicht fallen. Der Treffer fiel dann auf der anderen Seite. Zunächst scheiterte Roman Wallner mit der ersten Chance für Rapid noch an Mandl (72.), 13 Minuten später war der Teamstürmer jedoch erfolgreicher. Der eingewechselte Hofmann jagte Dhedeene auf der rechten Seite den Ball ab, legte für den für Herzog gekommenen Ivanschitz auf und dessen Flachschuss wurde von Mandl so schlecht pariert, dass Wallner keine Mühe hatte "abzustauben". Zuschauer Hans Krankl wird die Tore seiner Jung-Stürmer mit Freude registriert haben.
Rapid verteidigt Unentschieden
Das 1:1 hielten die Hütteldorfer dann gegen die in letzten Minuten vehement stürmenden Gastgeber mit Geschick und Glück - Maier parierte einen Kopfball von Mayrleb aus kurzer Distanz (89.) hervorragend. Dass die Austria auch weiterhin seit 16 Jahren im Horr-Stadion gegen den Rivalen ungeschlagen ist und auch in der laufenden Meisterschaft noch nicht besiegt wurde, mag nach diesem Match nur ein sehr schwacher Trost sein.
Austria Wien - Rapid Wien 1:1 (1:0)
Horr-Stadion, 11.500 (ausverkauft), SR Plautz.
Torfolge: 1:0 (19.) Linz (Kopf); 1:1 (85.) Wallner
Austria: Mandl - Dospel, Martin Hiden, Ratajczyk, Dhedeene - Janocko (75. Hopfer), Flögel (79. Scharner), M. Wagner, Panis - Linz, Helstad (72. Mayrleb)
Rapid: Maier - Feldhofer, Knez, Markus Hiden - Saler (56. Sturm), Herzog (67. Ivanschitz), Sobotzik, Prisc, Jazic - Wallner, Rene Wagner (61. Hofmann)
Gelbe Karten: Dhedeene, Helstad bzw. Sobotzik, Feldhofer, Maier
Derby-Bilanz: 230 Spiele - 78 - 49 - 103 - 368:462
