Schneemassen in Chile: Maier konnte nicht trainieren
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Präsentation bei der WM in St. Moritz!
Ab in den Süden! Was für Tausende derzeit Urlaub unter heißer Sommersonne bedeutet, heißt für Österreichs Ski-Asse Abflug in den tiefen Winter. Hermann Maier wurde als Vorhut in Chile sogar von wahren Schneemassen empfangen. In Portillo hat es in den vergangenen Tagen einen Meter Neuschnee gegeben, der Salzburger war bis Dienstag zur Untätigkeit gezwungen, weil wegen Lawinengefahr die Lifte gesperrt waren.
Erst Dienstag-Nachmittag besserte sich das Wetter auf 2.800 m Seehöhe so weit, dass Maier und die Trainer erstmals Pistenluft schnupperten. "Aber es ist ohnehin okay, wenn man sich bei dieser Höhe langsam akklimatisiert", berichtete Trainer Walter Hubmann, der zusammen mit Cheftrainer Toni Giger auch grünes Licht für die übrige ÖSV-Mannschaft gab. Am Mittwoch stiegen Stephan Eberharter und Co in den Flieger nach Südamerika, am 14. August folgt die Abfahrtstruppe von Robert Trenkwalder. Die Slalom-Gruppe unter Gert Ehn trainiert hingegen in den kommenden Tagen wieder in Treble Cone auf der neuseeländischen Südinsel.
Nur Götschl fliegt nicht mit
Fotos per e-mail hatten auch den neuen Damenchef Herbert Mandl von den tiefwinterlichen Verhältnissen in Portillo, wo in Summe an die vier Meter Schnee liegen, informiert. Die Speed-Damen rund um Michaela Dorfmeister fliegen am Freitag nach Chile, werden aber nur eine Woche zusammen mit den Herren in Portillo weilen und dann in La Parva weiter trainieren. Als Einzige nicht dabei ist natürlich Renate Götschl, die in Österreich ihre Therapie weiter verfolgt und Ende August erstmals wieder auf Ski steigen will.
Alles eitel Wonne bei den Damen
Mandl zeigte sich vom bisherigen Verlauf der Trainings sehr zufrieden, ortete überall vollste Motivation. Weltcupsiegerin Michaela Dorfmeister hat eine Schneewoche dem zusätzlichen Konditionstraining geopfert, Brigitte Obermoser scheint körperlich fit wie noch nie und auch Alexandra Meissnitzer meldete keine Probleme. Neben Martina Lechner wird auch Allrounderin Christine Sponring in Chile für zwei Wochen zur Speed-Truppe stoßen, um sich auf die schnellen Disziplinen einzustimmen.
Trainer Mandl rechnet mit guter Saison
"Wir hatten bisher recht gute Skitage. Ich bin zuversichtlich, dass wir in eine sehr gute Saison gehen", sagte Mandl, der Nachfolger des "Eisernen" Karl Frehsner ist. "Eine straffe Linie ist im Leistungssport immer angebracht, es kommt halt auf den Umgangston an. Es ist alles okay", so Mandl, im Vorjahr noch für die SG/RTL-Herren verantwortlich.
Viel verspricht er sich von den Druckmessungen in den Schuhsohlen, die nun auch bei den Damen in vollem Umfang stattfinden. Dadurch können Standposition, Kraftverteilung und Technik kontrolliert und verbessert werden. "Ich erwarte mir vor allem in technischer Hinsicht deshalb einige Verbesserungen", sagte Mandl. Die Slalom-Damen bleiben in Europa und trainieren demnächst wieder in Zermatt.
