Britische Zeitungen: Belohnung für vermisste Mädchen
- Eine Million Pfund für Hinweise
- Aufrufe an Mädchen und an mögliche Entführer

Das Schicksal zweier vermisster zehnjähriger Mädchen beschäftigt Großbritannien seit Tagen. Holly Wells und Jessica Chapman waren am vergangenen Sonntagabend in ihrem Heimatort Soham in der ostenglischen Grafschaft Cambridgeshire zum letzten Mal gesehen worden. Eine britische Zeitungsgruppe hat am Donnerstag eine Belohnung in Millionenhöhe für Hinweise ausgesetzt. Bild Rechts: Das letzte Bild der Mädchen, aufgenommen von einer Überwachungskamera.
Die Polizei erklärte am Freitag nach Berichten der britischen Nachrichtenagentur PA, man verspreche sich Aufschlüsse von Internetkontakten, die die beiden kurz vor ihrem Verschwinden gepflegt haben könnten. Detektiv David Hankins zeigte sich überzeugt, dass die Schülerinnen noch am Leben sind.
Jessica war laut Hankins gerade von einem Urlaub in Spanien zurückgekehrt. Am Sonntagnachmittag besuchte sie ihre Freundin Holly, um ihr ein Geschenk zu überreichen. Dabei benutzten die beiden Mädchen von 17.11 bis 17.35 Uhr Hollys Computer. Daraus hätten sich neue Wege für die Ermittlungen ergeben, sagte Hankins. Experten wiesen darauf hin, dass etwa verschickte E-Mails oder Kontakte zu Internet-Chat-Rooms Aufschluss über das weitere Schicksal der Mädchen geben könnten.
Die beiden Mädchen wurden später von einer Video-Kamera aufgenommen, wie die Polizei weiter mitteilte. Demnach liefen sie gegen 18.15 Uhr über den Parkplatz eines Freizeitzentrums in Soham. Danach verlor sich ihre Spur. Mehr als 250 Beamte sind an der Suche nach den Vermissten beteiligt.
Eine Million Pfund (rund 1,6 Millionen Euro) versprechen die Zeitungen "Daily Express" und "Daily Star", die zu der Gruppe "Express Daily" gehören, für wertvolle Tipps an die Polizei. Zuvor hatten bereits die Boulevardblätter "The Sun" und "News of the World" eine gemeinsame Belohnung von 150.000 Pfund (237.680 Euro) ausgesetzt.
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