Alle Infos zum West-Nil-Virus: Schutz & Ansteckung
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Das West-Nil-Fieber ist eine durch Viren hervorgerufene Infektionskrankheit. Sie wird von einer bestimmten Mückenart auf den Menschen übertragen. Meist kommt es zu einer nicht allzu schwer verlaufenden Erkrankung. Bei Kindern, alten oder immungeschwächten Personen kann das Virus aber zu schweren oder gar lebensbedrohlichen Krankheitsverläufen führen. Es gibt weder Impfung noch Medikament. Die Behandlung: Linderung der Symptome. Vorbeugende Maßnahmen: Bekämpfung der Mücken und ein Schutz vor Insektenstichen.
Die Bezeichnung West-Nil-Fieber stammt von der Region des ersten Auftretens in Uganda. Das war bereits Ende der 30er Jahre.
Die auslösenden Viren wurden durch frei lebende Vögel fast weltweit verbreitet. Daher sind tote Vögel, insbesondere Krähen, ein erster Hinweis für das Auftreten dieser Infektion.
Inkubationszeit
Die Inkubationszeit beträgt zwischen 1 und 12 Tage. In der Regel sind es zwischen 3 und 6 Tage.
Die Krankheitssymptome
Bei leichten Fällen - die überwiegende Zahl der Fälle - verlaufen die Infektionen eigentlich unbemerkt. Es treten keine Beschwerden auf.
Bei mittleren Fällen äußert sich die Infektion wie eine leichte Grippe. Die Patienten haben Fieber, Kopfschmerzen sowie Muskel- und Gelenkschmerzen, oft auch Übelkeit und Erbrechen oder Durchfall. Es kann zu einer Lymphknotenschwellung in mehreren Körperregionen kommen. Nach wenigen Tagen, im allgemeinen 3 bis 5 Tagen, heilt die Erkrankung ohne Therapie ab. Bei einigen Patienten wird zu diesem Zeitpunkt ein Hautausschlag sichtbar.
In schweren Fällen - aber sehr selten - kann die Infektion zu einer ernst zunehmenden Erkrankung führen. Sie kann durch das Auftreten von einer Enzephalitis (einer Entzündung des Hirngewebes), sowie einer Myokarditis (einer Entzündung des Herzmuskels) kompliziert werden und durchaus zum Tode führen.
Diagnose nur durch Virusnachweis
Die Diagnose ergibt sich mit Virusnachweis. In der ersten Erkrankungswoche kann das Virus im Blut nachgewiesen werden. Hier ergeben sich allerdings oft schon die ersten Schwierigkeiten, da dies voraussetzt, dass die Probeentnahme rechtzeitig erfolgte, sowie der Transport der Proben in ein erfahrenes Labor schnell und fachgerecht erfolgt. So muss beispielsweise der Transport bei 4°C gesichert sein. Eine weitere Möglichkeit das Virus nachzuweisen, besteht darin, Blutproben auf Versuchstiere, z.B. 1 bis 2 Tage alte Mäuse, oder auf Zellkulturen von Wirbeltieren zu übertragen. Seit Einführung spezieller Enzymreaktionen, wie z.B. der PCR = Polymerase chain reaction, ist es möglich die virale RNA direkt nachzuweisen.
Der indirekte Nachweis für eine Infektion mit dem West-Nil-Virus ist durch den Nachweis spezifischer Antikörper mit verschiedenen serologischen Methoden möglich.
Die Therapie
Ein Medikament gegen Flaviviren, wie z.B. Antibiotika gegen bestimmte Bakterien, gibt es bisher nicht. Die Therapie beschränkt sich auf symptomatische, pflegerische Maßnahmen, wie z.B. Bettruhe. Die unkomplizierte Erkrankung ist in ihrem Umfang auf eine Krankheitsdauer von 3 bis 5 Tagen beschränkt, dies bezeichnet man auch als selbstlimitierend. Patienten mit schweren Krankheitsverläufen allerdings bedürfen der ständigen Überwachung im Krankenhaus, um bei Komplikationen, wie z.B. Enzephalitis oder Myokarditis, sofort eingreifen zu können.
Schutz
Ein Impfstoff gegen das West-Nil-Virus existiert nicht. Die Prophylaxe beschränkt sich schlicht und ergreifend auf die Vermeidung von Mückenstichen. Durch das Tragen entsprechender Kleidung, durch Maßnahmen der Mückenbekämpfung mit Chemikalien (Insektide), die großräumig versprüht werden. Menschen selber können sich z.B. durch Anti-Mückensprays (Autan) zum Auftragen auf den Körper gut schützen.
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