Dienstag, 6. August 2002

Russland: Hitze facht Brände immer neu an

  • Moskau im Nebel: Schwerste Wald- & Torfbrände seit 30 Jahren

Ungewöhnliche Hitzewelle in Russland: Seit Wochen liegen die Temperaturen über der 30-Grad-Marke, das Land rund um Moskau ist trocken, das Unterholz brennt wie Zunder! Rund um die Metropole glosen Wald und Torf. Der Rauch nebelt alles ein!

Die schwersten Wald- und Torfbrände seit 30 Jahren halten die Moskau in einem Dunstschleier. Der Katastrophenschutz verstärkte die Einsatzstärke im Kampf gegen die Flammen im Umland auf mehr als 1.200 Mann.

Der Rauch machte immer mehr Menschen zu schaffen. Viele klagten über Kopfschmerzen und brennende Augen. Nach Angaben von Ärzten waren vor allem Asthmatiker betroffen. Auf den Straßen trugen einige Menschen einen Mundschutz.

Im Osten der Zehn-Millionen-Metropole verpesten mehr als 100 Wald- und Torfbrände die Luft. Da weiter mit leichtem Wind aus Osten zu rechnen sei, könne bis auf weiteres keine Entwarnung für Moskau gegeben werden.

Seit Wochen anhaltende Hitze mit Temperaturen von über 30 Grad hat das Moskauer Umland ausgetrocknet. Die Flughäfen der Großstadt seien bislang vom Rauch nicht beeinträchtigt, gab die Luftfahrtbehörde bekannt.

Der Zivilschutz setzt im Kampf gegen die Flammen auch Löschflugzeuge ein. Ein umgebauter Großraumjet vom Typ Iljuschin Il-76 kann mit einer Ladung 42 Tonnen Wasser fassen. Bei den bisher schlimmsten Bränden 1972 hatte Moskau über Wochen in dichtestem Rauch gestanden. Tausende Familien flohen damals vor dem beißenden Qualm aus der Hauptstadt.

6.8.2002 10:02