Siamesische Zwillinge in LA erfolgreich getrennt
- Komplikation nach Trennung - ein Mädchen erneut operiert
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Endlich gerettet! Die zuvor am Kopf zusammengewachsenen siamesischen Zwillingsschwestern aus Guatemala haben die 22-stündige Operation offenbar gut überstanden. Beide Mädchen seien in einem kritischen, aber stabilen Zustand, teilte die Universitätsklinik in Los Angeles am Dienstag mit.
Im Anschluss an die Marathonoperation zur Trennung der beiden Mädchen mussten die Ärzte der ein Jahr alten Maria Teresa in einem zweiten knapp fünfstündigen Eingriff einen Bluterguss im Gehirn entfernen.
"Trotz der Komplikationen bei Maria Teresa halten wir die Aussichten für positiv", sagte Neurochirurg Jorge Lazaroff. Der Bluterguss, der sich bei Maria Teresa zwischen Hirn und Schädeldecke gebildet hatte, sei entfernt worden, "um sicher zu gehen, dass kein Druck im Schädel entsteht", erläuterte Klinikchef Michael Karpf den zweiten Eingriff.
Den Spezialisten zufolge haben in diesem Fall beide Mädchen gute Überlebenschancen, da beide ein voll entwickeltes Gehirn besitzen. Erschwert wurde die Operation jedoch dadurch, dass die Gehirne jeweils vom Blutkreislauf des anderen Zwillings versorgt wurden. Häufig können Ärzte bei einer Trennung nur ein Kind retten und müssen die schwierige Entscheidung treffen, welchen Zwilling sie sterben lassen.
Die Ärzte hatten den komplizierten Eingriff wochenlang an einem dreidimensionalen Modell geprobt, das in Lebensgröße die Köpfe der beiden Kinder mit dem genauen Verlauf der Blutkreisläufe zeigte. Viele der insgesamt 50 an der Operation beteiligten Mediziner verzichteten freiwillig auf ihre Bezahlung. Eine gemeinnützige Ärzteorganisation hatte umgerechnet 1,5 Millionen Euro für die weitere Behandlung der Kinder gesammelt.
"Die zwei Marias", wie die beiden Mädchen genannt werden, wurden am 25. Juli vergangenen Jahres in einer ländlichen Region in Guatemala geboren. Ihre Gesichter zeigten in die entgegengesetzte Richtung, was sehr selten bei siamesischen Zwillingen auftritt. Der Statistik zufolge gibt es unter 200.000 Geburten im Durchschnitt ein siamesisches Zwillingspaar. Unter diesen sind wiederum nur zwei Prozent am Kopf zusammengewachsen.
