Weitere Schritte gegen Rechte-Szene "nicht ausgeschlossen"
- Innenminister Strasser: "Gefährliche Gruppe"

Nach dem Schlag gegen eine rechtsextreme Gruppe mit sechs Hausdurchsuchungen in Wien, Niederösterreich und der Steiermark schloss Innenminister Ernst Strasser (V) weitere Schritte nach der Auswertung des sichergestellten umfangreichen Datenmaterials nicht aus. "Die Ermittlungen sind noch nicht beendet", sagte der Ressortchef am Rande einer Pressekonferenz in Wien.
"Der Staatspolizeiliche Dienst hat diese gefährliche Gruppe aus dem rechtsextremen Lager seit längerem beobachtet", berichtete Strasser. Der Zugriff am Freitag sei deshalb erfolgt, weil Gefahr in Verzug war, so der Minister. Es seien insgesamt u.a. 76 Langwaffen, 15 Faustfeuerwaffen, ein Kilo Sprengstoff, NS-Schriften und ein Scanner zum Abhören des Polizeifunks sichergestellt worden. Außerdem fielen der Exekutive elektronisch gespeicherte Daten in die Hände.
Die Organisation hatte Kontakte zur verbotenen "Volkstreuen Außerparlamentarischen Opposition" (VAPO), bestätigte Strasser. Die ausgehobene Gruppe nannte sich "SS-Kampfgemeinschaft Prinz Eugen". Kontakte hat es auch zur verbotenen Aktion Neue Rechte (ANR) gegeben, wurde der APA aus der Exekutive bestätigt.
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