Treffen Schüssel & Drnovsek zur EU-Erweiterung
- Schüssel: Beitritt bringt viele Vorteile für beide Seiten

Die guten nachbarschaftlichen Beziehungen lobten am Donnerstag, Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) und Sloweniens Ministerpräsident Janez Drnovsek nach einem informellen bilateralem Gespräch in Schloss Fuschl bei Salzburg.
Der slowenische Ministerpräsident sei Ehrengast bei einem "Salzburger Trilog", einem "Dialog zu dritt", zu dem er Vertreter aus Kultur, Wirtschaft und Politik geladen habe, sagte Schüssel bei einem Pressegespräch. Im Mittelpunkt der bilateralen Gespräche standen der EU-Beitritt Sloweniens und die NATO-Erweiterung.
Der Beitritt Sloweniens zur Europäischen Gemeinschaft bringe viele Vorteile für beide Seiten, sagte Schüssel. Slowenien gehöre zu den "Top-Kandidaten" für die Erweiterung. Er sei außerdem überzeugt, dass beim NATO-Gipfel in Prag Slowenien zu jenen Ländern gehöre, die Einladung zum Beitritt erhalten werden. Es wäre deshalb besonders interessant gewesen, mit Slowenien über die militärischen Schwerpunkte und Planungen zu reden, die so ein Beitritt mit sich bringe. Slowenien werde voraussichtlich von der allgemeinen Wehrpflicht auf ein Berufsheer umstellen, sagte Schüssel.
Es gebe keine Alternative zu einem Beitritt zur EU, meinte Drnovsek. Slowenien habe die gleichen Ideen wie Europa und teile die gleichen Werte. Auch Drnovsek lobte die freundschaftliche Atmosphäre des Gesprächs und die guten Beziehungen seines Landes zu Österreich. Von einer slowenischen Journalistin auf den Stand des Kärntner Ortstafelkonflikts angesprochen, meinte Schüssel, dass die bisherigen Sitzungen der Konsenskonferenz sehr positiv und konstruktiv gewesen seien. Er wäre zuversichtlich, dass bis September eine Lösung in dieser Frage gefunden werden könne.
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