Dienstag, 6. August 2002

Häftling aus Garsten vergewaltigte Sozialarbeiterin

  • Taxifahrer gab den entscheidenende Hinweis

Jener Häftling aus der Justizanstalt Garsten, der am Dienstag in Steyr bei einem begleiteten Ausgang eine Sozialhelferin vergewaltigt hat, wurde in der Nacht auf Mittwoch gefasst. Ein Taxilenker gab den entscheidenden Hinweis. Während die Fahndung lief, fuhr der Flühtige mit einem Taxi; der aufmerksame Fahrer erkannte ihn und alarmierte die Polizei.

Der Flüchtige bestieg am Bahnhof von Steyr ein Taxi. Dessen Lenker erkannte den Mann auf Grund der Fahndungsaufrufe in den Medien. Er raunte unbemerkt einem Kollegen zu, er solle die Polizei alarmieren, dann fuhr er los. Wie üblich gab er das Fahrziel an die Taxifunkzentrale durch. Die Polizei nahm die Verfolgung des Taxis auf. Als der Häftling im Stadtteil Tabor das Auto verlassen wollte, war er von den Beamten umstellt. Er war so überrascht, dass er keine Gegenwehr leistete.

Der aus Salzburg stammende 41-Jährige, der vor seiner Verurteilung in Wien gelebt hatte, verbüßte in Garsten eine vierjährige Haftstrafe wegen Raubes und eines Sexualdeliktes. Er sollte im Jänner 2003 entlassen werden. Um ihn darauf vorzubereiten ist vorgesehen, dass er zuvor Ausgänge unternimmt.

Die Strafanstalt Garsten bei Steyr lässt die Häftlinge aus Vorsichtsgründen anfangs nur in Begleitung von Sozialarbeitern in die Freiheit. Einen ersten derartigen Ausgang absolvierte der Mann ohne Probleme. Beim zweiten fiel er plötzlich mitten im Stadtgebiet von Steyr über die Sozialarbeiterin her und vergewaltigte sie, anschließend flüchtete er zu Fuß. Nach seiner Festnahme sitzt er vorerst im Polizeigefängnis in Steyr. Sein Opfer musste im Landeskrankenhaus Steyr behandelt werden.

6.8.2002 17:58