Dienstag, 6. August 2002

Mordalarm im burgenländischen Oberwart

  • Kinderpsychologin starb, Ehemann schwer verletzt, Sohn in Haft
  • Erster Verdacht deutet auf Familiendrama hin

Blutbad in einem Reihenhaus in Oberwart! Das Opfer: Eine Kinderpsychologin. Retter fanden die Frau im Keller ihres Hauses, an einen Stuhl gefesselt. Tot. Ihr Ehemann war schwer verletzt. Motiv? Noch unbekannt. Der Sohn des Paares wurde verhaftet. Die Ermittlungen laufen.

Das Drama im Südburgenland geschah Dienstag Nachmittag in einem Haus am Stadtrand von Oberwart. Gegen 13.30 Uhr hörten Nachbarn hörten Rufe. Kurz darauf kam der Ehemann der 65-Jährigen Frau gelaufen und stammelte etwas von einem Überfall. Dann lief er ins Haus zurück.

Als Rettung und Exekutive am Tatort eintrafen, fanden sie ihn verletzt vor, berichtete Radio Burgenland. Die Frau war im Kellergeschoß angeblich an einen Sessel gefesselt. Der Notarzt konnte nur noch ihren Tod feststellen. Kurz danach wurde der Sohn der Frau verhaftet, den Nachbarn an der Eingangstür gesehen hatten.

Der Sohn hatte - das kam in einer Befragung zutage - von seiner Mutter Geld verlangt und sie im Zuge eines Streits niedergestoßen. Dann fesselte er sie und umwickelte ihr Gesicht mit Frischhaltefolie, in die er winzige Luftlöcher stach. Die 65-jährige Frau ist laut gerichtsmedizinischem Befund erstickt.

Das aus Polen stammende Ehepaar lebte seit 1986 in Oberwart und seit 1995 in dem Reihenhaus am Stadtrand, wo sich das Verbrechen ereignete. Die ermordete Psychologin war im Außendienst beim Beratungsdienst für entwicklungsgestörte Kinder und Jugendliche in Oberwart tätig. Von Streitigkeiten des Paares war bei den Nachbarn nichts bekannt, berichtete Radio Burgenland.

6.8.2002 15:40