Mittwoch, 31. Juli 2002

Der Grüne Veltliner wird die nächste Trendsorte

Aus dem „schlummernden Riesen“, wie das Weinviertel gern genannt wurde, ist ein erwachender Riese geworden. Auch im südlichen Weinviertel, wo einst der Doppler regierte, herrscht Aufbruchstimmung.

Ganz so, wie die Statistik und die landläufige Meinung glauben machen wollen, ist es nicht: Im Gebiet zwischen Marchfeld und Mistelbach, also dem südlichen Weinviertel, gedeiht nicht nur Grüner Veltliner. Überhaupt. Die einst als Massenträger und Basismaterial für billigen Weißwein verschrieene Rebsorte ist während der letzten Jahre so salonfähig geworden, dass sie heute zu den großen Zukunftshoffnungen des österreichischen Weinbaus gehört.

Der Doppler als Symbol
Gerne wurde das Weinviertel früher als das Reich des „Dopplers“ – von Insidern auch liebevoll „Austro-Magnum“ genannt – bezeichnet. Der knollennasige Winzer, der – Glas neben sich, Flasche unter der Bank – vor seinem Haus auf dem Bankerl sitzt, wurde fast zu einem Symbolbild für die Region. Und was nicht in den Doppler kam, wurde – und wird – zu einem guten Teil von den großen Sektkellereien als Sekt-Grundwein verwendet. Kein Wunder, wenn das Image des Weinviertels lange Zeit viel mehr dahinkränkelte, als es die Qualität der Weine gerechtfertigt hätte.

Weitere Infos zum Weinviertel finden Sie unter www.weinausoesterreich.at

31.7.2002 11:37
GUSTO-Rezeptsammlung