Börse Frankfurt weitet Minus aus
- DAX mehr als 3 Prozent tiefer
- Konjunkturängste und schwache US-Börsen

Die Frankfurter Aktienbörse hat am Freitag knapp vor Sitzungsschluss ihre Verluste weiter ausgeweitet. Rund eine Stunde vor Handelsschluss um 20:00 Uhr notierte der DAX 109,96 Einheiten oder 3,05 Prozent tiefer bei 3.496,49 Zählern. Der Index lag damit unter seinem bisherigen Jahrestief auf Schlusskursbasis. Auch der Dow Jones verliert im Verlauf mehr als drei Prozent.
Die Ängste vor einem Abtauchen der US-Konjunktur in eine neue Rezession hatte zusammen mit den schwachen US-Börsen auch den DAX im Späthandel weiter ins Minus gezogen. So hatten die am Freitag vermeldeten US-Konjunkturdaten nicht die erhoffte positive Überraschung nach den schlechten Zahlen der letzten Tage gebracht.
Tagesverlierer unter den DAX-Werten waren nach einer Gewinnwarnung MLP. Der Kurs der Aktie wurde nahezu halbiert, das Papier büßte bis 19:00 Uhr 44,32 Prozent auf 8,68 Euro ein. Bereits im Tagesverlauf hatten Spekulationen über die am Abend vom Unternehmen bestätigte Gewinnwarnung den Wert tief ins Minus gedrückt. Sehr schwach zeigten sich auch Finanzwerte wie Commerzbank (minus 8,44 Prozent) und Allianz (minus 6,19 Prozent). Epcos gaben bis dato 10,07 Prozent nach. Unter den dünn gesäten Gewinnern rangierten Schering mit einem Plus von 2,84 Prozent.
Dow Jones verliert im Verlauf mehr als drei Prozent
Der Dow Jones-Index hat im Späthandel seine Talfahrt beschleunigt. Bis 21:30 Uhr MESZ verlor der Dow 3,11 Prozent auf 8.242,24 Zähler an Wert. Der S&P-500-Index stand ihm um nichts nach und fiel 3,04 Prozent auf 857,79 Punkte. Der Nasdaq Composite Index reduzierte sich um 3,03 Prozent auf 1.241,26 Zähler.
Als Grund für die gründlich verdorbene Stimmung an der Wall Street gaben Händler die deutlich höher als erwartet ausgefallene Arbeitslosenquote und das sehr schlechte Quartalsergebnis von Walt Disney an.
Die Disney-Aktie war denn auch der größte Verlierer im Dow mit einem Minus von 10,87 Prozent auf 15,0 Dollar. Ebenfalls deutlich im Minus lagen Du Pont (minus 6,93 Prozent auf 38,63 Dollar) und Hewlett-Packard (minus 6,65 Prozent auf 12,78 Dollar). Im Plus notierten nur Procter & Gamble (plus 0,96 Prozent auf 88,71 Dollar) und Johnson & Johnson (plus 0,64 Prozent auf 51,75 Dollar)
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