WorldCom will 2.000 Jobs im Ausland streichen
- Arbeitsplätze in Europe, Afrika & im Nahen Osten wackeln
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Betrugsklage gegen WorldCom
Die insolvente WorldCom Inc. will im Rahmen eines neuen Geschäftsplans für die Regionen Europa, Nahost und Afrika rund 2.000 Mitarbeiter kündigen. Wie das Tochterunternehmen WorldCom EAMA am Montag in Paris mitteilte, soll mit Hilfe eines Restrukturierungsprogramms bis 2003 die Zahlungsfähigkeit wieder hergestellt werden. WorldCom EAMA, die ebenso wie die Muttergesellschaft im Juli Insolvenz anmelden musste, bündelt alle Aktivitäten des Konzerns außerhalb der USA und der Region Asien-Pazifik.
Den Angaben zufolge trifft die Stellenstreichung jeden vierten der insgesamt 8.000 Beschäftigten bei WorldCom EAMA. Zuvor sollen jedoch die Sozialpartner konsultiert werden, teilte das Unternehmen weiter mit. Vorrangig sei die Sicherung des vorhandenen Netzes in Europa und die Erhaltung des Kerngeschäfts mit Datenübertragung, Telefon- und Internetdiensten, erklärte das Unternehmen. Die neue Firmenstrategie werde in erster Linie auf Rentabilität und nicht mehr auf Umsatzwachstum setzen.
Der insolvente US-Telekomkonzern WorldCom hatte zuletzt Anfang August weitere falsche Gewinnausweise in der Höhe über 3,3 Milliarden US-Dollar (3,41 Mrd. Euro) eingestanden.
Den USA hat WorldCom einen der größten Börsenskandale und die größte Firmenpleite ihrer Geschichte beschert. Zwischen Juni und August musste das Unternehmen Bilanzfälschungen im Umfang von insgesamt 7,15 Mrd. Dollar (7,4 Mrd. Euro) eingestehen. Am 21. Juli hatte der hoch verschuldete Konzern Konkurs angemeldet.
WorldCom hat Gesamtschulden von 41 Mrd. Dollar. Das Unternehmen will aber seine Geschäfte weiter betreiben. Die Aktien sind praktisch wertlos. Sie hatten 1999 noch mit 62 Dollar notiert.
Die amerikanische Wertpapier- und Börsenkommission SEC hat eine Zivilklage wegen Betrugs gegen WorldCom laufen. Das US-Justizministerium und der Kongress untersuchen WorldCom ebenfalls. Der langjährige WorldCom-Chef Bernie Ebbers musste im Frühjahr auf Druck der Aktionäre und WorldCom-Gläubiger den Hut nehmen. Er schuldet WorldCom 408 Mio. Dollar.
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