Freitag, 2. August 2002

Porsche und BMW in den USA top!

  • Deutsche Traditionsmarken steigern US-Absatz erneut
  • Mercedes-Verkäufe weiterhin rückläufig

Die deutschen Autohersteller Porsche und BMW haben ihren Absatz in einem wieder belebteren US-Automarkt im Juli erneut deutlich gesteigert. Insgesamt wurden im Juli in den USA 1,52 Millionen Fahrzeuge verkauft, und damit das beste Monatsergebnis in diesem Jahr erreicht.

Der Münchener Autokonzern BMW hat im Juli seinen Fahrzeugabsatz in den USA wiederum deutlich gesteigert. Insgesamt seien 21.955 Autos verkauft worden nach 19.046 im Vorjahresmonat, teilte das Unternehmen mit. Dies entspreche einer Steigerung von 10,7 Prozent. Auch im Vergleich der ersten sieben Monate ergebe sich ein kräftiger Zuwachs. So sei mit 146.430 Fahrzeugen im Zeitraum Jänner bis Juli 2002 der Vorjahreswert um 15,9 Prozent übertroffen worden.

Auch Porsche verkauft sich vorzüglich
Mehr Autos verkaufte auch Porsche im Juli in den USA, konnte aber in den ersten sieben Monaten das Vorjahresergebnis nicht wieder erreichen. Der Sportwagenhersteller teilte mit, im Juli hätten sich in den USA 2286 Kunden zum Kauf eines Porsche entschieden, und damit 3,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Dagegen seien von Januar bis Juli mit 13.713 Wagen 9,8 Prozent weniger als im Vorjahr verkauft worden. Die US-Tochter des Volkswagen-Konzerns hat in den USA im Juli den Absatz mit 32.100 Fahrzeugen im Vergleich zum Vorjahr gehalten. Der Verkauf sei damit um 0,3 Prozent leicht gestiegen, teilte VW mit. Auf Grund von Absatzeinbußen in den vorherigen Monaten ging der Verkauf von Januar bis Juli in den USA mit insgesamt 202.119 Fahrzeugen um 1,4 Prozent oder knapp 3000 Stück zurück.

Audi und Mercedes gehen schlecht
Die Konzern-Tochter Audi büßte dagegen sowohl im Juli als auch in den ersten sieben Monaten dieses Jahres deutlich ein. Nach Angaben des Unternehmens fiel der Absatz von Audi-Pkw im Juli in den USA um 13,7 Prozent auf 7168 Fahrzeuge. Im Zeitraum Januar bis Juli seien mit 49.303 Autos 3,8 Prozent weniger als in der Vorjahreszeit verkauft worden. Beim deutsch-amerikanischen Autokonzern DaimlerChrysler war der Absatz von Mercedes-Pkw, wie schon in den Vormonaten, auch im Juli rückläufig. Nach Angaben des Unternehmens entschieden sich 14.937 Kunden in den USA für den Kauf eines Mercedes. Das seien 11,2 Prozent weniger als vor einem Jahr gewesen. Ein Plus von 1,3 Prozent habe sich in den USA in den ersten sieben Monaten mit 117.864 verkauften Mercedes -Wagen ergeben.

Nicht-verzinste Kredite für den Autokauf
Führende US-Konkurrenten wie General Motors und Ford profitierten indessen von Kaufanreizen, wie nicht verzinsten Krediten für den Kauf von Autos. Unter den Autokonzernen hat im Juli vor allem Branchenprimus GM von Kaufanreizen profitiert. Das Unternehmen teilte mit, vor allem die nicht verzinsten Kredite für den Kauf von Autos, der erstmals nach den Anschlägen vom 11. September angeboten worden seien, hätten geholfen, den Autoabsatz anzuregen. Im Juli habe GM mit 465.843 Fahrzeugen 24 Prozent mehr als vor einem Jahr abgesetzt. In den Zahlen sei auch die schwedische Tochter Saab berücksichtigt, die im Juli 7,2 Prozent mehr Autos in den USA verkauft habe. Auch der Branchenzweite unter den US-Autoherstellern, Ford, zog im Juli aus nicht verzinsten Autokrediten Nutzen. Das Unternehmen verkaufte im Juli 319.975 Autos und damit 1,5 Prozent mehr als im vorigen Jahr.

2.8.2002 09:02