FORMAT: Vivendi will bei Postbus AG einsteigen
- Franzosen würden 40 Mio. € für 30 % bezahlen
- Vivendi-Tochter in allen Kontinenten bis auf Afrika aktiv
Der französische Mischkonzern Vivendi will sich an der österreichischen Postbus AG beteiligen. Die Vivendi-Tochter Connex Group wäre bereit, rund 40 Mio. Euro für 30 Prozent an der staatlichen Busgesellschaft zu zahlen. Mit den ÖBB wurden schon Gespräche geführt.
Die Vivendi-Tochter Connex Group, der größte private Betreiber von öffentlichen Verkehrsmitteln in Europa, hat den österreichischen Markt im Visier. Nach der Übernahme der Postbus AG durch die ÖBB will Connex für jene 30 Prozent mitbieten, die von den Bahn laut Regierungsbeschluß an Private weitergegeben werden müssen.
Jean-Michel Herrewyn und Günther Zobel sind als Deutschland-Chefs von Connex auch für das Austro-Engagement zuständig. Sie bestätigen ihr Interesse "am Markteintritt in Österreich". Ein von ihnen beauftragter Wiener Investmentbanker erklärt FORMAT gegenüber: "Es ist richtig, daß wir die Absicht haben, eine Beteiligung an der Postbus AG zu erwerben." Laut einem internen Bewertungspapier wäre Connex bereit, rund 40 Millionen Euro für 30 Prozent an der staatlichen Busgesellschaft zu zahlen. Mit den ÖBB wurden schon Gespräche geführt.
Die Connex Group betreibt Buslinien, Straßenbahnen und Regionalzüge in allen Kontinenten außer Afrika. Eine Milliarde Passagiere werden jährlich befördert. 49.000 Mitarbeiter erwirtschaften 3,1 Milliarden Euro Umsatz.
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