Dienstag, 30. Juli 2002

Austro-Stromehe von EU mit Auflagen genehmigt

  • Bündnis wäre achtgrößtes Stromunternehmen Europas
  • EU-Kommission verlangt Verkauf von Verbund-Anteilen an APC

Die EU-Kommission hat am Mittwoch grünes Licht für die "Österreichische Stromlösung" von Verbund und EnergieAllianz gegeben. Die Genehmigung erfolgte wie erwartet unter Auflagen. Die heimischen Versorger hatten Brüssel bereits in den vergangenen Wochen Zugeständnisse etwa zu Beteiligungen und zum Großkundenbereich gemacht.

Mit dem vom Austro-Strombündnis abgewickelten Stromvolumen von 100 TWh jährlich entsteht der achtgrößte Stromhändler in Europa.

Mit ihrer Entscheidung, dem Strombündnis von Verbund und EnergieAllianz-Partnern grünes Licht zu geben, habe die EU-Kommission die Wettbewerbsfähigkeit und den Wert der heimischen Wasserkraft mit einem Schlag gesteigert, begrüßte der Umweltdachverband das "grüne Licht" Brüssels zur Austro-Stromehe.

Bevor die geplante Teilfusion zwischen Verbund und EnergieAllianz umgesetzt werden kann, verlangt die EU-Kommission den Verkauf des 55-prozentigen Verbund-Anteils an der Großkundengesellschaft APC an einen unabhängigen Dritten. Ein Verkauf der Anteile an einen ausländischen Wettbewerber schließt die EU-Kommission explizit nicht aus. Auf einen Verkauf der Anteile an die steirische EStAG, die ein Vorkaufsrecht hält, geht Brüssel nicht ein. Im Vorfeld war aber deutlich geworden, dass ein Verkauf an die EStAG zusätzliche Auflagen mit sich ziehen würde, die der Verbund nicht akzeptiert. (apa, red)

30.7.2002 12:05