Fürnkranz: Fünf Filialen sperren zu, 150 Jobs weg!
- Geschäft wird halbiert, restliches Filialnetz modernisiert
Das Wiener Traditions-Modehaus Fürnkranz greift zu radikalen Maßnahmen: Beim AMS werden heute 150 von 280 Mitarbeitern vorsorglich zu Kündigung angemeldet. Das Modehaus in Familienbesitz sperrt fünf seiner insgesamt ein Dutzend Filialen bis Ende 2002 zu. Das kündigte Karl Fürnkranz Junior an.
Karl Fürnkranz Junior hofft aber, dass letztlich weniger Stellen abgebaut werden müssen als jetzt im Frühwarnsytem angemeldet. Um Härtefälle abzufedern, soll es einen Sozialplan geben.
Bei den von der Schließung betroffenen Geschäften handle es sich um "Randstandorte" - konkret geht es um fünf Filialen in der Thaliastraße sowie in Meidling, in der Brünnerstraße und im Donauzentrum -, die rund ein Viertel zum Fürnkranz-Umsatz von rund 30 Mill. Euro beigetragen haben. Die verbleibenden Filialen sollen im kommenden Jahr "modernisiert" werden. Vorbild sind laut Fürnkranz die großen Geschäfte in der Kärntner Straße und in Wien Favoriten. Auch eine Expansion mit "Flagshipstores" in einigen Landeshauptstädten sei in der Folge geplant.
Hintergrund der "strategischen Entscheidung" seien Verschiebungen in der Einzelhandelslandschaft und die schwache wirtschaftliche Entwicklung. Auch im 1. Halbjahr 2002 sei der Umsatz unter dem Vorjahresniveau geblieben. Die jetzt erforderlichen Schritte sollen im Laufe des zweiten Halbjahres erfolgen, einem "erfolgreichen Neustart" von Fürnkranz mit Beginn 2003 stünde somit nichts im Wege.
Das Unternehmen verfüge allerdings über eine außergewöhnlich hohe Eigenkapitalquote und habe keine Bankverbindlichkeiten.
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