"Franziade" bei der EM in Berlin
- Van Almsick holte fünf Titel
Mit fünf Titeln und einem fantastischen Weltrekord hat sich Franziska van Almsick in die Rolle eines deutschen Sport-Lieblings zurück geschwommen und die 26. Europameisterschaften in Berlin zu einer "Franziade" werden lassen. Den goldenen Schlusspunkt setzte am Sonntag unter dem tosenden Jubel der Fans die Lagen-Staffel der Frauen in 4:01,54 Minuten mit Europarekord und Titel Nummer fünf für die Berlinerin bei ihrer Heim-EM.
Am Vortag hatte van Almsick in 1:56,64 Minuten ihren acht Jahre alten Rekord über 200 m Kraul verbesserte.
Zum Abschluss der EM hat es neben dem Europarekord auch einen Weltrekord sowie zwei Überraschungssiege gegeben. Für die Weltbestzeit sorgte die Polin Otylia Jedrejczak über 200 m Delfin in 2:05,78 Min. Bei diesen Titelkämpfen fielen damit fünf Welt- und elf Europarekorde, womit sich das Becken in der Berlin Arena als äußerst schnell bestätigte.
Polen holte zum EM-Showdown seine ersten zwei Goldmedaillen bei diesen Titelkämpfen. Noch unerwarteter als Jedrejczak triumphierte ihr Landsmann Bartosz Kizierowski im Kraul-Sprint (22,18). Ohne Medaille blieben sensationell die Favoriten, Weltrekordler Alexander Popow (RUS/4.) und Pieter van den Hoogenband (NED/5.). Eher plangemäß waren die Erfolge von Jana Klotschkowa (UKR) über 400 m Kraul (4:07,10), Therese Alshammar (SWE) im Kraul- (24,84) und Nina Schiwanewskaja (ESP) im Rücken-Sprint (28,58) sowie Alessio Boggiatto (ITA) über 400 m Lagen (4:13,19).
Die Deutschen entschieden nach 57 Bewerben die Medaillen-Wertung mit 15 Mal Gold, zwölf Mal Silber und neun Mal Bronze klar für sich. Dahinter landeten Russland (11/7/8) und Italien (7/6/7). Österreich (1/2/1) reihte sich unter Europas Schwimm-Nationen auf dem ausgezeichneten elften Rang ein.
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