Australiens Premier gegen Fußball-WM-Bewerbung
- Vorstoß für Ausrichtung 2014 ist "peinlich"
- Blatter besteht für WM 2006 auf Fixplatz für Ozeanien

Premierminister John Howard hat Australiens Hoffnungen auf die Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 im Ansatz erstickt. Der Vorstoß der Bundesstaaten New South Wales und Victoria mit den Städten Sydney und Melbourne während des Besuchs von FIFA-Präsident Joseph Blatter sei peinlich, sagte Howard am Montag.
"Dadurch wird es für uns schwer, in der Zukunft eine glaubwürdige Bewerbung abzuliefern." Seine Landsleute sollten sich darauf konzentrieren, wieder sportlich eine Qualifikation für eine Weltmeisterschaftsendrunde zu schaffen, statt von einer Austragung zu träumen, so Howard weiter. Australien hat bisher nur 1974 an der WM in Deutschland teilgenommen.
Blatter will Fixplatz für Ozeanien
Beim außerordentlichen Meeting des ozeanischen Fußball-Verbandes (OFC) am Samstag in Auckland bekräftigte FIFA-Präsident Sepp Blatter (Bild) einmal mehr, dass er auf einen Fixplatz für einen Vertreter Ozeaniens bei der WM 2006 in Deutschland besteht.
"Jeder Verband sollte die selben Rechte haben. Eines dieser Rechte sieht für jeden Kontinental-Verband die direkte Qualifikation für eine WM-Endrunde vor, darum werde ich kämpfen", erklärte der Schweizer. Da der Titelverteidiger in Zukunft für eine WM nicht mehr automatisch qualifiziert ist, will Blatter diesen Platz einen OFC-Vertreter geben.
FIFA-Präsident gegen TV-Hilfe für Schiedsrichter
Vom FIFA-Chef gab es zudem auch eine Absage an die Verwendung von TV-Wiederholungen bei strittigen Entscheidungen: "So lange ich FIFA-Präsident bin, trete ich total gegen künstliche Hilfe für die Schiedsrichter ein. Das würde die Spontanität des Spiels nehmen und den menschlichen Faktor zerstören. Gerade dadurch ist der Fußball so populär."
Im Rahmen des Meetings in Auckland wurde der Australier Basil Scarsella für die nächsten vier Jahre zum Präsidenten des ozeanischen Verbandes (OFC) gewählt. Der 47-Jährige setzte sich bei der Wahl gegen Johnny Tinsley-Lulu (Vanuatu) durch und tritt damit die Nachfolge von Charlie Dempsey an. Der Neuseeländer hatte nach der umstrittenen WM-Vergabe an Deutschland seinen Rücktritt erklärt.
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