Gailhaguet: Vielleicht hat FBI Skandal inszeniert

Der suspendierte Präsident des französischen Eislauf-Verbandes, Didier Gailhaguet (Bild), schließt nicht aus, dass der Skandal um Eiskunstlauf-Entscheidungen bei den Winterspielen in Salt Lake City vom US-Bundeskriminalamt FBI "inszeniert worden ist". Das FBI habe sehr wohl andere und wichtigere Dinge mit dem russischen Mafia-Boss Alimsan Tochachunow zu besprechen als die Bewertung im Eiskunstlaufen, sagte Gailhaguet einer französischen Tageszeitung.
Tochtachunow wird von US-Staatsanwälten vorgeworfen, er habe den Sieg des russischen Paares Elena Bereschnaja und Anton Sicharulidse und im Gegengeschäft den Erfolg des französischen Tanzpaares Marina Anissina und Gwendal Peizerat initiiert. Gegen Gailhaguet war im Zuge dieser Affäre von der Internationalen Eislauf-Union (ISU) eine dreijährige Sperre verhängt worden.
"Von Geldwäsche war die Rede, von Waffenhandel, vielleicht von Terrorismus", erklärte Gailhaguet in dem Interview zu dem Interesse des FBI an Tochtachunow. Um aber dessen Auslieferung (an die USA) verlangen zu können, habe man eine in den USA eingereichte Klage gegen ihn gebraucht, erläuterte der Franzose: "Und ich frage mich heute, ob der in Salt Lake City ausgelöste Skandal nicht mit diesem Ziel inszeniert worden ist."
Familiendrama in St. Pölten14:39
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
David Alaba07:48
"Wieder voll angreifen"Der Bayern- und ÖFB-Star hakt die Enttäuschungen ab und schaut nach vorne
Dalai Lama in Österreich14:12
Keine Angst vor ChinaAußenministerium reagiert auf Chinas Empörung betont gelassen
