121 Fälle von Legionärskrankheit in England
- Krebspatient stirbt in Frankreich an der Infektion

Die Legionärskrankeit hat sich in Nordengland weiter ausgebreitet. Insgesamt wurden bisher 121 Fälle diagnostiziert, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Zwei der Erkrankten starben. 14 Patienten wurden den Angaben zufolge noch auf der Intensivstation behandelt. Drei von ihnen befinden sich in kritischem Zustand.
Ein Kliniksprecher im nordenglischen Barrow-in-Furness nannte die Epidemie den schlimmsten Ausbruch der Krankheit seit zehn Jahren. Eine weitere Ausbreitung der Legionärskrankheit gilt als wahrscheinlich.
Der Ursprung der Epidemie in Nordengland scheint inzwischen geklärt. Die Legionellose konnte sich offenbar durch eine 30 Jahre alte defekte Klimaanlage im Gemeindezentrum von Barrow ausbreiten. Die Spuren des Erregers konnten bis zur Wasseraufbereitung der Anlage zurückverfolgt werden. Ein Verantwortlicher wurde entlassen.
Im südfranzösischen Frejus starb unterdessen ein älterer Mann an der Krankheit. Der Patient war wegen eines Krebsleidens ins Krankenhaus eingeliefert worden und starb dort an der Infektion, wie die Klinik am Samstag bekannt gab. Er hatte sich bereits vor seiner Einlieferung infiziert.
Die Legionärskrankheit (Legionellose) ist eine besonders schwere Form von Lungenentzündung, die vor allem für ältere und immunschwache Menschen tödlich sein kann. Sie wird ausgelöst durch Stäbchenbakterien, die sich in lauwarmem Wasser oder in Klimaanlagen rasch vermehren.
Familiendrama in St. Pölten14:39
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
