Arabische Bank in Schweiz im Visier der 9/11-Opfer
- Tochterfirmen sollen Terrornetz El Kaida finanziert haben
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Angehörige der Opfer der Anschläge vom 11. September haben auch eine in Genf ansässige arabische Bank geklagt. Die Bank Dar al Maal al Islami (DMI) sei durch Tochterfirmen in die Finanzierung der Terrororganisation El Kaida involviert.
Aus dem Umfeld der Bank hieß es am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur sda, DMI habe nichts mit der Sache zu tun. Laut Sammelklage machen DMI-Tochterfirmen wie die Islamic Investment Bank of the Gulf, die Faisal Islamic Bank, die Tadamon Islamic Bank und die Shamal Islamic Bank Geschäfte mit El Kaida.
DMI hat ihren Hauptsitz in Meyrin (Schweizer Kanton Genf). Bis vor kurzem war der saudische Prinz Mohammed Vorsitzender der Bank. Die Eidgenössische Bankenkommission überwacht die Bank nach eigenen Angaben nicht. Unter den mehr als 600 Klägern befinden sich möglicherweise auch Schweizer. Mehrere Kläger, die nicht namentlich in der Klage aufgeführt werden wollten, seien unter dem Begriff "John Doe" zusammengefasst, sagte der US-Anwalt Ron Motley vorige Woche an einer Pressekonferenz.
Die am Donnerstag von Motley eingereichte Sammelklage verlangt Wiedergutmachung in der Höhe von mehr als 365 Milliarden Dollar (373 Mrd. Euro) für die Schäden der Terroranschläge. Ziel ist es laut Klagsbegründung, die "Sponsoren des Terrors" vorzuführen. Zu den Beklagten gehören neben El-Kaida-Führer Osama bin Laden, mehreren islamischen Wohlfahrtsorganisationen und Banken der Golfregion auch der Sudan sowie drei Mitglieder der saudischen Königsfamilie. Nach Expertenmeinung könnten sich die Forderungen schließlich auf mehr als eine Billiarde Dollar belaufen. Die Erfolgschancen der Klage gelten als gering.
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