Nord- und Südkorea nehmen Dialog wieder auf
- Dreitägige Gespräche sollen neue Annäherung bringen

Unterhändler Südkoreas sind am Freitag zu Gesprächen über die Fortsetzung des innerkoreanischen Dialogs und der Zusammenarbeit in Nordkorea eingetroffen. Die Delegation war am Nachmittag (Ortszeit) nach einer mehrstündigen Überfahrt mit dem Schiff am Verhandlungsort im nordkoreanischen Geumgang-Gebirge an der Ostküste angekommen, teilte das Vereinigungsministerium in Seoul mit.
Die dreitägigen Gespräche sollen den Annäherungsprozess auf der geteilten Halbinsel wieder in Gang bringen, der zuletzt wegen des blutigen Seegefechts zwischen Kriegsschiffen beider Koreas Ende Juni einen schweren Rückschlag erlitten hatte. Bei den Arbeitsgesprächen wollen Regierungsvertreter beider Koreas den Zeitpunkt und die Themenliste für die geplante siebente Ministerrunde seit dem historischen Nord-Süd-Gipfeltreffen vom Juni 2000 festlegen.
Vorrangige Themen sollen die geplante Wiederherstellung einer Schienenstrecke zwischen Süd- und Nordkorea sowie weitere Familienzusammenführungen sein, sagte der südkoreanische Delegationleiter Lee Bong Jo vor der Abfahrt nach Nordkorea.
Die Einigung über die ranghohen Regierungsgespräche kam zu Stande, nachdem Nordkorea wegen des Gefechts im Gelben Meer sein Bedauern geäußert hatte. Zugleich hatte es Südkorea in der vergangenen Woche überraschend ein Dialogangebot gemacht. Auch will Nordkorea wieder mit den USA und Japan ins Gespräch kommen. Am Rande des Gipfels der ASEAN-Staaten in Brunei habe er sich mit US-Außenminister Colin Powell auf den Besuch eines Abgesandten Washingtons nach Pjöngjang geeinigt, sagte am Donnerstag der nordkoreanische Außenminister Paek Nam Sun.
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