N-Irland: Bombe auf Militärstützpunkt fordert ein Opfer
- 51-Jähriger Bauarbeiter von verstecktem Sprengsatz getötet

Auf einem britischen Militärstützpunkt in Nordirland ist am Donnerstag ein Sprengsatz explodiert und hat einen Zivilisten getötet. Nach Polizeiangaben hatte der 51-jährige Bauarbeiter den möglicherweise in einer Butterbrotdose versteckten Sprengsatz vom Boden aufgehoben. In seinen Händen explodierte die Bombe. Der Anschlag ereignete sich auf einem Militärstützpunkt in Londonderry, der zur Zeit teilweise umgebaut wird.
Ein Sprecher der Armee sprach von einem "verabscheuungswürdigen, feigen Anschlag". Die Militärbasis werde in erster Linie von Sanitätern genutzt, die bei Friedensmissionen rund um die Welt eingesetzt würden: "Diese Menschen sind Lebensretter, und es ist empörend, dass ein solcher Vorfall an so einem Ort passiert", sagte der Sprecher. Mit dem Nordirland-Konflikt habe der Stützpunkt nichts zu tun.
Ein ähnlicher Vorfall hatte sich bereits im Februar auf einer anderen Militärbasis in Londonderry ereignet. Dabei war ein Zivilist, der ebenfalls einen Sprengsatz aufgehoben hatte, schwer verletzt worden. Die Polizei verdächtigte pro-irische Terroristen, für den Anschlag verantwortlich zu sein.
Der neue Anschlag vom Donnerstag wurde von nordirischen Politikern beider Konfessionen verurteilt. Die gegen das Friedensabkommen von 1998 eingestellte Partei DUP von Pfarrer Ian Paisley forderte den britischen Premierminister Tony Blair auf, sich endlich darüber klar zu werden, dass die Gewalt in Nordirland massiv zunehme.
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