Schweizer Fluglotse verwechselte Unglücksmaschinen
- Die unglaubliche Panne: Lotse funkte den falschen Jet an!
- PLUS: Die Bilder und alle Facts zur Flugzeug-Katastrophe!
·DIE BILDER
Bodensee-Inferno: Die Unglücksstelle
·Chronologie
Die letzten Minuten vor der Tragödie
·Fluglotse
Ermittlungen wg. fahrlässiger Tötung
·Die Ursachen
Technik-Probleme oder Stress?
·Augenzeugen
"Himmel sah aus, als wenn er brennt"
·Tupolew 154
Der Bestseller der russ. Luftfahrt
Im Zusammenhang mit dem Flugzeug-Crash über dem Bodensee - bei dem 71 Menschen ums Leben kamen - werden immer neue Pannen bekannt. So soll der Schweizer Fluglotse in den letzten Sekunden vor dem Absturz die beiden Unglücksmaschinen verwechselt haben. Das geht aus Stenogrammen des Funkverkehrs hervor, die am Dienstag in den russischen Zeitungen "Iswestija" und "Komsomolskaja Prawda" veröffentlicht wurden.
"Es gibt ein anderes Flugzeug, für sie auf zwei Uhr, jetzt auf 360 (36.000 Fuß)", funkte der Lotse der Zürcher Flugsicherung Skyguide 20 Sekunden vor dem Zusammenstoß an die russische Tupolew-154 der Bashkirian Airlines. "Zwei Uhr" bedeutet, dass die andere Maschine in einem Winkel von 60 Grad halb rechts voraus hätte zu sehen sein müssen. Nach Erklärungen der Zeitungen machte dieser Funkspruch aber nur für die von links kommende Fracht-Boeing 757 des Kurierdienstes DHL Sinn.
Etwa zehn Sekunden lang suchte die Tupolew-Besatzung den Boeing-Jet auf der falschen Seite. "Verdammt, wo ist er", fluchte einer der Russen der Aufzeichnung zufolge. Erst 3,8 Sekunden vor dem Aufprall sah der Boeing-Pilot die Tupolew, die Tupolew-Besatzung hatte nur 1,8 Sekunden Zeit. In beiden Fällen verzeichnet das Stenogramm: "Flüche".
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