Neun Jahre Haft für falsche Ärztin in Lugano
- Schwerer Körperverletzung und Betrug

Ein Geschworenengericht in der Schweiz hat eine falsche Ärztin wegen schwerer Körperverletzung und Betrugs zu neun Jahren Haft verurteilt. Sie wurde schuldig gesprochen, ein deutsches Ehepaar um 23 Millionen Mark (rund 11,5 Millionen Euro) geprellt zu haben, und für schweres körperliches Leiden des Mannes verantwortlich gemacht. Ein mitangeklagter Elektriker aus Deutschland erhielt eine zweijährige Freiheitsstrafe.
Die falsche Ärztin, eine 61-jährige Hausfrau, verdiene eine schwere Strafe wegen ihres arglistigen und grausamen Handelns, begründete das Gericht in Lugano das Urteil. Es sei zweifellos erwiesen, dass sie sich jahrelang als kompetente Ärztin mit Forschungserfahrung ausgegeben habe. Die gebürtige Deutsche und heutige Schweizerin habe sich das Image eine Philantropin gegeben, um so das Vertrauen des deutschen Ehepaars zu gewinnen. Der Mann hatte schließlich wegen einer Fehlbehandlung mehrere Hirnschläge erlitten.
Der 47 Jahre alte Elektriker sei keineswegs nur Marionette gewesen, sondern habe entscheidend an dem Betrug mitgewirkt, erklärte Gerichtspräsidentin Giovanna Roggiero-Will. Wegen stark verminderter Zurechnungsfähigkeit verhängte das Gericht gegen ihn eine Strafe von 24 Monaten Gefängnis und sieben Jahre Landesverweis.
Familiendrama in St. Pölten14:39
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
Mordalarm in Wien14:39
Zu Tode geprügeltMann sagte nach Schlägerei bei der Polizei aus - nun folgte die Rache
