Grenzbeamte beendeten Tiertragödie im Burgenland
- Tscheche fuhr mit 115 Vögeln durch halb Europa
- Drei Tiere waren bereits verendet
Mit 115 Vögeln, darunter 16 der als besonders geschützt geltenden Rhea-Papageien, die er in einem Ford Transit zusammengepfercht hatte, war ein 45-jähriger Tscheche durch halb Europa unterwegs. Erst das Eingreifen von Grenzbeamten am Freitagnachmittag in Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) bereitete dem tierquälerischen Transport ein Ende.
In dem Kastenwagen befanden sich außer den Rheas auf engstem Raum auch noch 93 Jungsträuße sowie sechs Emus, berichtete die Sicherheitsdirektion Burgenland heute, Samstag.
Als die Beamten die Tragödie entdeckten, kam jedoch für drei der Tiere bereits jede Hilfe zu spät: Sie waren bereits verendet. Zwei der Jungsträuße befanden sich in kritischem Zustand. Eine Grenztierärztin stellte fest, dass die Tiere, die der Mann von den Niederlanden nach Jugoslawien bringen wollte, bereits seit längerer Zeit weder Futter noch Wasser erhalten hatten.
Die Vögel sollen nun bis zu ihrem Weitertransport in den Tierpark Herberstein bei der Labestation des Grenztierarztes in Nickelsdorf versorgt werden. Der Tscheche, der die Tiere transportiert hatte, wurde auf freiem Fuß angezeigt.
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