Freitag, 2. August 2002

"Bayern-Invasion" bringt Österreich den Stillstand

  • Bis zu 20 Kilometer Stau vor dem Tauerntunnel
  • PLUS: Wie Sie sich im Stau verhalten sollten!

Der Reiseverkehr rollt wieder durch Österreich. Vor allem Urlauber aus dem größten deutschen Bundesland - Bayern - sind seit Mitternacht unterwegs in den Süden. Und aus dem benachbarten Baden-Württemberg rollt eine zweite Reisewelle durch und über die Alpen.

Auf den Tiroler Straßen wird noch immer ein starker Reiseverkehr verzeichnet, das Weiterkommen sei aber "relativ problemlos", teilte die Verkehrsleitzentrale der Tiroler Gendarmerie mit.

Der Verkehr habe sich am Nachmittag in Fahrtrichtung Süden aufgelockert, Richtung Norden habe er durch die erste Rückreisewelle allerdings etwas zugenommen. Auf der Fernpassbundesstraße (B179) in beiden Richtungen herrschte Verkehrsüberlastung. Vor dem Grenztunnel Füssen wurde der Verkehr nur blockweise abgefertigt, wodurch sich in Fahrtrichtung Deutschland ein vier Kilometer langer Stau bildete.

Seit den frühen Morgenstunden wurde der Verkehr vor dem Tauerntunnel Richtung Süden blockweise abgefertigt, erst gegen 14 Uhr konnte diese Maßnahme beendet werden. Dafür musste zu Mittag die Blockabfertigung in Fahrtrichtung Norden eingeführt werden, da sich dort die Heimkehrer ein Stelldichein gaben. Auch auf den Ausweichrouten - der Bundesstraße B 99 über Tauern und Katschberg - herrschte starkes Verkehrsaufkommen. Rund eineinhalb Stunden Wartezeit mussten jene Autofahrer in Kauf nehmen, die zwischen Böckstein und Mallnitz die Autoreisezüge der Tauernschleuse benutzten, die wegen Bauarbeiten nur eingeschränkt in Betrieb war.

Grund für die Reisewelle in den Süden ist der Ferienbeginn in Bayern. Auf der Autobahn München - Salzburg vor Bad Reichenhall kam der Verkehr schon gegen 6.00 Uhr zum Stillstand, teilte der ÖAMTC mit.

Nach Angaben des ÖAMTC herrschte auch auf der Brennerautobahn (A13) am Nachmittag ein verstärktes Verkehrsaufkommen. Die Stauungen vom Vormittag hätten sich aber weitgehend aufgelöst. In Südtirol vor der Mautstelle Sterzing hatte der Stau gegen 9.00 Uhr eine Länge von etwa neun Kilometern erreicht, wenig später war die A13 aber wieder frei befahrbar.

2.8.2002 10:57