Mittwoch, 31. Juli 2002

Gallup-Umfrage: Causa Gaugg schadet der FPÖ

  • Drei Viertel halten Gauggs Gehaltsvorstellungen für zu hoch
  • Im Anti-Privilegien-Kampf ist FPÖ nicht glaubwürdig

Die "Causa Gaugg" hat sich laut einer Gallup-Umfrage für "News" negativ auf die FPÖ ausgewirkt. Sie liegt demnach nur mehr bei 21 Prozent. Die SPÖ käme auf 36 Prozent, die ÖVP auf 27 und die Grünen auf 13 Prozent. Die beiden Oppositionsparteien liegen damit in Summe sogar ganz leicht vor den Regierungsparteien.

Die Gagenforderungen des FP-Politikers Reinhart Gaugg als Vize-Generaldirektor der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) stufen mehr als drei Viertel der Befragten als "zu hoch" ein.

Im Anti-Privilegien-Kampf ist die FPÖ für 68 Prozent nicht glaubwürdig. Nur 22 Prozent bejahen diese Frage. Selbst deklarierte FPÖ-Wähler sprechen ihrer Partei zu 42 Prozent die Glaubwürdigkeit ab. Fast die Hälfte (47 Prozent) der Befragten hält die Bestellung Gauggs zum PVA-Vize für "falsch".

Umfragen sind allerdings relativ. Eine "market"-Umfrage im letzten "profil" kam nämlich zum Schluss, dass das Anti-Privilegien-Image der FPÖ kaum beschädigt sei. Nur 23 Prozent der Österreicher sind demnach der Meinung, dass sich der Einsatz der Freiheitlichen gegen Privilegien in den letzten Jahren verringert habe.

31.7.2002 13:48