Schülerlotse vergriff sich an Zehnjähriger: 2 Jahre Haft
- Drei weitere Vorwürfe endeten für Kärntner mit Freispruch

Wegen sexuellen Missbrauchs eines zehnjährigen Mädchens wurde am Dienstag am Landesgericht Klagenfurt ein 51-jähriger Schülerlotse aus der Landeshauptstadt zu zwei Jahren unbedingter Haft verurteilt. Der Mann, der im Prozess alle Vorwürfe von sich wies, nahm das Urteil an.
Eigentlich war der elf Mal vorbestrafte Schülerlotse wegen Übergriffen auf vier Kinder angeklagt gewesen. Dabei wurden ihm homosexuelle und heterosexuelle Ausprägungen seiner pädophilen Neigung vorgeworfen. Der Mann leugnete und drei Fälle zerschlugen sich. In einem Fall zog ein Bub seine Aussage zurück, in den anderen Fällen waren die Übergriffe angeblich auf ein Streicheln im Bauch- und Oberschenkelbereich beschränkt geblieben.
Lediglich im vierten Fall existierten konkrete Beschuldigungen: "Er hat mich zehn bis fünfzehn Mal missbraucht", gab eine heute 17-Jährige an. Im Alter von zehn Jahren hatte sie bei dem Mann übernachten müssen, während ihre Mutter bei der Arbeit war. Der Angeklagte war sich zwar sicher, "nicht einmal beim Schlafen im gemeinsamen Bett an einem der Kinder angekommen" zu sein, konnte jedoch keine Beweise für seine Aussage vorlegen.
Richterin Michaela Wietrzyk sagte zum Urteil: "Vor allem wegen seiner Vorstrafen - unter anderem wegen Einbruchs mit Hilfe von Kindern - fiel die Haft länger aus. Vielleicht wird er sich aber diesmal bessern."
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