Turiner Staatsanwalt ermittelt gegen Bayer
- Grund: Lipobay-Skandal vom August 2001

Ein Jahr ist es her: Da nahm das Leverkusener Pharma-Unternehmen Bayer seinen Cholesterinsenker Lipobay, auch Baycol genannt, vom Markt. Das Medikament war mit 50 Todesfällen in Zusammenhang gebracht worden. Ermittlungen liefen an, überall auf der Welt. Jetzt, nach einem Jahr, wird auch die Turiner Staatsanwaltschaft aufmerksam.
Die Turiner Staatsanwaltschaft plant nach Angaben aus Gerichtskreisen Ermittlungen gegen die Leverkusener Bayer AG wegen unterlassener Gesundheitswarnungen beim Cholesterinsenker Baycol/Lipobay. Die Turiner Ankläger haben die Bayer-Verwaltung in Leverkusen über die Untersuchung unterrichtet.
Nachdem das Medikament im vergangenen August mit mehr als 50 Todesfällen in Verbindung gebracht worden war, nahm Bayer damals das Mittel vom Markt. Erst im Westen, dann in auch in Japan und im Rest der Welt.
Jetzt haben Gerichtsmitarbeiter die Bayer-Büros in Mailand durchsucht. Ein Bayer-Sprecher sagte, das Unternehmen habe sofort jegliche gewünschte Information und Dokumente herausgegeben. Die Turiner Staatsanwaltschaft untersuchte früheren Medienberichten zufolge rund 200 Fälle von Nebenwirkungen des Medikaments.
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