Samstag, 27. Juli 2002

Große Differenzen auf Agrargipfel in Japan

  • Subventions-Kürzung: EU und Japan lehnten Idee der USA ab

Die führenden Agrarexporteure der Welt haben sich auf ihrem ersten Landwirtschaftsgipfel in Japan bis zuletzt nicht auf eine gemeinsame Linie einigen können. Die EU und Japan lehnten bis zuletzt den Vorschlag der USA ab, die Subventionen auf fünf Prozent des landwirtschaftlichen Aufkommens eines Staates zu kürzen und die Zölle von derzeit durchschnittlich 62 Prozent in den kommenden fünf Jahren auf 15 Prozent zu reduzieren.

Die Verhandlungen sollten den Agrarstreit beenden, der die laufende Runde der Welthandelsorganisation (WTO) blockiert.

EU und Japan wollen Kleinbauern schützen
"Mein erster Eindruck ist, dass diese Vorschläge nicht sehr ausgewogen sind", sagte der Agrarkommissar der Europäischen Kommission, Franz Fischler. "Ich sehe das nicht als eine besonders gute Basis für einen Kompromiss an". Die EU und Japan wollen auch künftig ihre auf kleinen Flächen wirtschaftenden Bauern gegen Konkurrenz von außen schützen, während die USA für ihre großen Farmbetriebe freie Zugangsmöglichkeiten auf internationalen Märkten anstreben. Die Agrarminister von Kanada und Australien unterstützten weitgehend die Haltung der USA.

27.7.2002 10:38