FORMAT: Die Tiefpreisflieger greifen an
- Billig-Airlines machen Druck auf traditionelle Fluglinien
- PLUS: Die günstigsten Flugtickets ab Wien!
Die enormen Zuwachsraten der Billig-Airlines setzen die traditionellen Fluglinien immer stärker unter Druck. Auch österreichische Passagiere profitieren vom Niedrigpreis-Trend!
Der steirische Investor Norbert Ertler ist das Mastermind des Projektes Styrian Airways und will die AUA-Gruppe genau dort angreifen, wo sie bislang mit hohen Flugpreisen komfortable Gewinne einflog. Nächste Woche entscheiden die Gesellschafter über den Start der neuen, österreichischen Billig-Airline. Aber nur über das wann, nicht über das ob. Der Plan von Styrian Airways sieht in der ersten Ausbaustufe zwei Fluggeräte des Typs Fairchild 328 und zwei Canadair-Jets des Herstellers Bombardier vor. Die Destinationen: München, Stuttgart, Frankfurt, Düsseldorf und Brüssel. Eventuell auch Wien.
Kampf an allen Fronten
Bei der AUA war noch zu Jahresbeginn von notwendigen Preiserhöhungen die Rede. Durchgesetzt hat sich diese Strategie nicht. Trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten ist bie den Fluggesellschaften an allen Fronten Preiskampf angesagt. Seit 1. Juli hat die AUA die Tarife für Inlandsflüge bis zu 30 Prozent gesenkt. Der Hupfer Wien-Linz und retour kostet nun 129 Euro, Wien-Salzburg 169 und Wien-Innsbruck 199 Euro. Auch Flüge nach Deutschland gibt's jetzt schon ab 169 Euro.
Vor einer eigenen Billigmarke schrecken die AUA-Gewaltigen noch zurück: Aus Angst, die eigene Hauptmarke zu kannibalisieren. Erst, wenn sich die Rahmenbedingungen verschärfen, will die AUA ihre Strategie überdenken.
Konkurrenz aus Irland
Das freilich könnte früher passieren, als den Herren in der Zentrale in Wien-Oberlaa lieb ist: Die aggressive Ryanair, die von Graz, Salzburg und Klagenfurt Einfachtickets nach London ab 39 Euro anbietet, will auch in Wien Fuß fassen.
Konkurrenz aus Bratislava
Für Reiselustige aus Österreich, die mehr Zeit als Geld haben, präsentiert sich die slowakische Billiglinie Skyeurope schon jetzt als attraktive Alternative. Der Heimatflughafen Bratislava liegt nur fünfzig Kilometer von Wien entfernt. Für zehn Euro können Kunden mit einem Shuttlebus ab Wien Mitte dort hin gelangen. Autofahrer freuen sich über einen bewachten Parkplatz: gratis! Auch die Ticketpreise (Einfachflüge) haben Überzeugungskraft: 23 Euro nach Prag, 46 Euro nach Kroatien, ab September Mailand, München und Berlin für 69 Euro. Exklusive Flughafentaxen allerdings.
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