Freitag, 26. Juli 2002

EU-Kommission erlaubt Star Alliance-Bündnis

  • Auflage: Flugbündnis muss Slots für 4 Destinationen aufgeben
  • Allianz von Northwest und KLM ohne Auflagen genehmigt

Die EU-Kommission will nach jahrelanger eingehender Prüfung zwei große transatlantische Luftfahrtsallianzen genehmigen. Eines davon: Das fünf Jahren von Lufthansa, United Airlines und SAS gegründete Luftfahrtsbündnis Star Alliance, dem seit März 2000 auch die Austrian Airlines (AUA) angehört. Das andere ist die Zusammenarbeit von KLM und Northwestern Airlines.

Das sagte der Sprecher von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti, Michael Tscherny.

Inzwischen 15 Partner
Die Partner der Star Alliance, die mittlerweile 15 Mitglieder hat, hätten ausreichende Zugeständnisse gemacht, um mögliche Wettbewerbsbeschränkungen zu verhindern, so Tscherny. Die beteiligten Unternehmen müssten demnach Slots für vier US-Destinationen in Frankfurt aufgeben.

Die Lufthansa hat in einer ersten Stellungnahme die von der EU-Kommission unter Auflagen erteilte Genehmigung der Flugallianz zwischen United Airlines, Lufthansa und SAS begrüßt. Erfreulich sei besonders, dass die Kommission damit ein Signal gesetzt habe, dass solche Allianzen kein Hindernis für den Wettbewerb seien, sagte ein Lufthansa-Sprecherin laut vwd.

KLM kommt ohne Auflagen davon
Ohne Auflagen genehmigen will die EU-Kommission hingegen die Allianz von Northwest Airlines und KLM. Die Kommission werde nun zunächst eine Mitteilung veröffentlichen, in der Drittunternehmen innerhalb eines Monats zu den beabsichtigten Entscheidungen Stellung nehmen könnten. Dann werde die Kommission sehr bald eine endgültige Entscheidung fällen.

Kritik an Air France/Alitalia-Kooperation
Die EU-Kommission hatte erst am 5. Juli 2002 die Zusammenarbeit zwischen AUA und Lufthansa unter Auflagen formal genehmigt. Ebenfalls Anfang Juli hatte die EU-Kommission schwere Bedenken bei der geplanten Allianz von Air France und Alitalia geäußert.

26.7.2002 13:48